Goldbarren-Diebstahl in der Steiermark war erfunden

28. April 2017, 09:32
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Angebliches Opfer war auf Rip Deal hineingefallen und hatte dabei das Edelmetall an Betrüger verloren

Bad Radkersburg – Der Diebstahl von zwölf Goldbarren im südsteirischen Bad Radkersburg hat sich als Erfindung herausgestellt. Die vermeintlich bestohlene Frau gestand, dass sie das Gold eines Bekannten bei einem Geschäft, das sich als Betrug entpuppte, verloren hatte. Die Frau wurde angezeigt, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Freitag mit.

Die 52-Jährige hatte am 12. April bei der Polizei den Diebstahl der zwölf Barren im Wert von rund 117.000 Euro gemeldet. Diese seien ihr aus einer Kühltasche in ihrem Auto gestohlen worden, als sie es für zehn Minuten auf dem Hauptplatz in Bad Radkersburg (Bezirk Südoststeiermark) abgestellt hatte. Schon damals sprach sie davon, das Gold für ein Immobiliengeschäft mitgehabt zu haben.

Auf fiktives Tauschgeschäft hineingefallen

Nun gestand die Steirerin, dass der Diebstahl erfunden war. Tatsächlich dürfte sie Opfer von Betrügern geworden sein, die ihr mit der sogenannten Rip-Deal-Methode die Goldbarren entlockt hatten. Das Edelmetall habe einem Bekannten gehört. Zusammen seien sie auf das fiktive Tauschgeschäft der Betrüger hineingefallen. Erst als sie bemerkten, dass sie über den Tisch gezogen worden waren, hatten sie die Idee zur Diebstahls-Anzeige.

Bei einem Rip Deal melden sich angebliche Kaufinteressenten von Immobilien bei den Verkäufern. Sie wollen das Geschäft mit einem Geld- oder Goldtausch oder auch mit Provisionsvorauszahlungen verbinden. Hohe Renditen werden oftmals versprochen. Für das echte Geld oder Gold erhalten die Opfer jedoch nur wertloses Papier, Faksimile von Banknoten. Erst wenn die Betrüger weg sind, bemerken die Opfer, dass sie betrogen wurden. (APA, red, 28.4.2017)

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