Katholische Frauenbewegung gegen Zwölfstundentag

27. April 2017, 17:19
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"Wäre Rückschritt auf Weg zur Gleichstellung" – Ausweitung verfestigt die bestehende Rolle von Frauen als Zuverdienerinnen, so die Begründung

Wien – Die Katholische Frauenbewegung (KFBÖ) und die kirchlich getragene Österreichische Plattform für Alleinerziehende sprechen sich gegen eine generelle Ausweitung der zulässigen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden pro Tag aus. Bei einer Umsetzung gebe es einen "Rückschritt auf dem Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau".

Das begründen die katholischen Verbände damit, dass die Ausweitung die bestehende Rolle von Frauen als Zuverdienerinnen verfestige und damit ihre Chancen auf dem Erwerbsarbeitsmarkt verringern würden. Für Alleinerziehende fehle es zudem an notwendigen Kinderbetreuungseinrichtungen.

"Dass bei einem Zwölfstundentag die Erholung, insbesondere von Eltern und noch mehr von Alleinerziehenden, auf der Strecke bleibt, ist vorauszusehen", erklärten KFBÖ-Vorsitzende Veronika Pernsteiner und Plattformvorsitzende Gabriele Fischer am Donnerstag. "Blockzeiten" von Arbeit und Freizeit, wie sie von der Wirtschaft als attraktive Angebote dargestellt würden, kämen allenfalls Singles und kinderlosen Paaren entgegen. (APA, 27.4.2017)

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