Schauspielhaus Graz: Neue Saison mit Glaubensfragen

27. April 2017, 17:14
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Theater startet mit Werner Schwab in den Herbst

Graz – "Wir stellen uns die Fragen nach dem Sinn. Was gibt uns Glauben, was ist Geschichte, was macht uns aus?", erklärte Iris Laufenberg, Schauspielhaus-Intendantin in Graz, am Donnerstag bei der Spielplanpräsentation die Arbeit am Saisonthema 17/18. Es geht um Glauben in all seinen Facetten. Dabei werden viele österreichische Autoren aufgeführt.

Eröffnet wird am 29. September mit der Faust-Paraphrase Faust :: Mein Brustkorb : Mein Helm des 1994 verstorbenen Grazers Werner Schwab. Es inszeniert Claudia Bauer. Am Tag danach geht es mit einem erfolgreichen Grazer Autor weiter: Das für den Mülheimer Dramatikerpreis 2017 nominierte Vereinte Nationen ist das erste abendfüllende Stück von Clemens J. Setz. Mit Thomas Manns Zauberberg und Joseph Roths Hiob werden zwei ganz große Romane von András Dömötör und Alexander Eisenach auf die Bühne gehievt. Regisseur Volker Hesse macht es hingegen nicht unter dem Buch der Bücher: Für das Großprojekt Das Alte Testament wird die große Bühne eigens umgebaut und mit Schauspielern und Laien bevölkert.

Uraufführungen wird es unter anderem im April 2018 wieder mit dem Theater im Bahnhof geben: Pia Hierzegger schreibt dafür Polizei Graz. Eine All-Inclusive-Erfahrung. Ein Highlight wartet im März: Der legendäre Puppenspieler Nikolaus Habjan hat sich gemeinsam mit Autor Paulus Hochgatterer mit dem Dirigenten Karl Böhm (ja, auch er war Grazer) und seinem Verhalten in der NS-Zeit auseinandergesetzt. Das Solo heißt schlicht Böhm. (cms, 27.4.2017)

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