Rendi-Wagner will Rechtsanspruch auf Papamonat

27. April 2017, 15:42
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Frauenministerin verspürt Rückenwind durch Vorschläg

Wien – Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) begrüßt das von der Europäischen Kommission vorgelegte Sozialpaket für mehr Vereinbarkeit. Handlungsbedarf ortet sie in Österreich noch beim Papamonat, wo sie einen Rechtsanspruch mit Entgeltfortzahlung will. Das von der Kommission vorgelegte Paket sei der "Rückenwind, den wir in Österreich gut brauchen können", erklärte Rendi-Wagner in einem Statement gegenüber der APA.

In manchen der darin enthaltenen Punkte sei Österreich bereits weiter, etwa bei der Pflegefreistellung. In anderen Bereichen bestehe noch Handlungsbedarf, verwies sie auf den Vaterschaftsurlaub. "Ich spreche mich daher für einen Rechtsanspruch auf einen Papa- bzw. Babymonat mit Entgeltfortzahlung aus", betonte die Ressortchefin.

Es brauche Rahmenbedingungen, damit sich Paare die Kinderbetreuung aufteilen können. In Österreich gibt es zwar die Möglichkeit eines Papamonats im Öffentlichen Dienst und nun auch in der Privatwirtschaft. Den von der SPÖ gewünschten Rechtsanspruch konnte sie beim Koalitionspartner ÖVP aber nicht durchsetzen. (APA, 27.4.2017)

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