Onlinebanking am Handy: Praktisch oder riskant?

User-Diskussion4. Mai 2017, 14:00
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Bankgeschäfte kann man mittlerweile am Smartphone erledigen. Das birgt aber auch so manches Risiko – wie sehen Sie das?

Überweisungen tätigen, Bankomate in der Nähe suchen oder einen Blick aufs Konto werfen – Onlinebanking to go findet sich auf vielen Handys der Smartphone-User. Schneller, praktischer und ebenso sicher sollen die eBanking-Apps für die Kontoinhaber sein. Auch wenn einige Funktionen der Desktop-Version fehlen – die mobile Bank in der Hosentasche wird immer beliebter.

Auch wenn der Bildschirm bei vielen Smartphones zu klein dafür scheint – Hauptfunktion und -zweck der Onlinebanking-Apps sind die In- und Auslandsüberweisungen. Wer also dringend den WG-Mitbewohnern die Miete überweisen muss, während man sich im Park sonnt, kann das machen. Und eine Kontrolle der Abbuchungen von Daueraufträgen, oder des monatlichen Zuschusses von der Mama, ist so auch von unterwegs möglich.

Praktischer allerdings scheint aber der schnelle – und von vielen gefürchtete – Blick aufs Konto zu sein. Weiß man gerade nicht, wie viel Geld am Ende des Monats noch zur Verfügung steht, ob Strom, Gas und Miete bereits abgebucht wurden und ob man sich den neuen Pulli gönnen kann – die Mobilebanking-Apps bieten Auskunft. Und bei dem Gedanken "Ich wünsche mir einen Bankomat" hilft ein Klick in die App, die gleich den nächsten Geldautomat ums Eck anzeigt.

Hosentaschenbank – sicher oder nicht?

Zweifel und Bedenken an der Sicherheit der Bankenapps gibt es aber auch. Die Geldinstitute versichern zwar, dass die Anwendungen ebenso sicher sind, wie der Zugang über den stationären PC – wenn nicht sogar sicherer, da Smartphones, insbesondere iPhones, virenresistenter sein sollen. Dennoch sind Handys nicht vor Phishing und Datendiebstahl gefeit. Man denke nur an ungesicherte Wlan-Hotspots, über die Hacker eindringen könnten.

So kann die relativ simple Eingabe eines Passworts auch am Smartphone umgangen werden. Dementsprechend arbeiten Banken an sichereren Anmeldemöglichkeiten, die einmalig auf den Kunden und den User zugeschnitten sind, sprich: biometrische Daten. Bereits jetzt lassen sich in Österreich gewisse Onlinebanking-Apps mit dem Fingerabdruck öffnen – in den USA sogar mit Augenscan – und die Gesichtserkennung zur Anmeldung ist auch keine Zukunftsutopie mehr.

Benutzen Sie Onlinebanking am Handy?

Oder erledigen Sie Ihre eBanking-Wege klassisch am Computer? Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Apps? Wurden Sie schon mal Opfer einer Phishing-Attacke? Sind Sie der Meinung, die Banken-Apps sind sicher genug oder bedarf es strengerer Zugangsschranken? Wie sehen Sie die geplante Verwendung biometrischer Daten? (rec, 4.5.2017)

  • Viele Bankkunden tätigen ihre Geldgeschäfte bereits mobil am Smartphone.
    foto: derstandard.at/recher

    Viele Bankkunden tätigen ihre Geldgeschäfte bereits mobil am Smartphone.

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