Fuchs-Einwurf gegen Arsenal sorgt für Aufregung

27. April 2017, 10:37
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Österreicher hatte laut Arsenal-Trainer Wenger Glück, ohne Ausschluss davongekommen zu sein – "Absichtlich abgeschossen"

London – Der Einwurf-Vorfall zwischen dem früheren ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs und Arsenal-Star Alexis Sanchez hat noch am Donnerstag die englischen Medien beschäftigt. Fuchs hatte den wiederholt provokant vor ihm postierten Chilenen am Vortag in der Schlussphase des Premier-League-Gastspiels von Leicester City bei Arsenal (0:1) mit einem Outeinwurf getroffen.

Wenger: "Fuchs hatte Glück"

"Fuchs hatte Glück, dass er keine gelbe Karte bekommen hat, weil er ihn absichtlich abgeschossen hat", meinte Arsenal-Trainer Arsene Wenger. Eine Verwarnung hätte den Ausschluss des Niederösterreichers zur Folge gehabt, wäre es doch seine zweite im Spiel gewesen.

Aber kann das Anwerfen des Gegners beim Einwurf tatsächlich eine Karte zur Konsequenz haben? Fritz Stuchlik, beim ÖFB verantwortlich für das Schiedsrichterwesen, will die konkrete Szene auf Anfrage des STANDARD nicht beurteilen, sagt aber: "Das Anwerfen des Gegners, um den Ball nachfolgend ein zweites Mal spielen zu können, ist erlaubt. Wird jedoch der Gegner beim Einwurf absichtlich abgeschossen, ist dies eine Unsportlichkeit und mit Gelb zu ahnden. Wird die Gesundheit des Spielers gefährdet, ist eine Rote Karte für eine Tätlichkeit zu geben."

Gelb für Sanchez

Stattdessen erhielt nur Sanchez, der sich nach dem Treffer theatralisch auf dem Boden gewunden hatte, Gelb. Laut Wenger habe der 28-Jährige wahrscheinlich nicht gewusst, dass er sich bei einem Einwurf zumindest zwei Meter von seinem Gegenspieler entfernt positionieren müsse.

Nach dem Spiel postete Sanchez im Kurznachrichtendienst Twitter ein Bild von einer deutlich geschwollenen Unterlippe. Laut Wenger dürfte diese aber von einem anderen Vorfall, nämlich einem Zusammenstoß mit Fuchs' Teamkollegen Robert Huth, herrühren. "Ich habe ihm aufgeholfen, und er blutete an den Lippen", schilderte der Arsenal-Coach diese Situation. (red, APA, 27.4.2017)

  • Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss.
    foto: reuters/sibley

    Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss.

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