Google startet als erstes Internet-Unternehmen in Kuba

27. April 2017, 09:54
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Lokale Server sollen populäre Inhalte cachen, um so den Zugriff zu beschleunigen

Als der ehemalige US-Präsident die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen mit Kuba verkündete, war Google von Anfang an mit dabei. So versprach das Unternehmen beim Aufbau von WLAN-Netzen und einer Breitband-Anbindung an das Internet zu helfen. Nun setzt man diesen Plan schrittweise in die Realität um.

Cache

Google hat als erstes Internetunternehmen offiziell seinen Betrieb in Kuba aufgenommen, berichtet Buzzfeed. Konkret hat die Firma einige ihrer Google Global Cache (GGC)-Server auf der Karibikinsel platziert. Deren Aufgabe ist es, beliebte Inhalte zwischenzuspeichern, und so diese lokalen Usern deutlich flotter anzubieten, als es bisher möglich war.

Bisher hängt das gesamte kubanische Internet an einer Unterwasserleitung, die mit Venezuela verbunden ist, was unweigerlich zu Performance-Engpässen führt. Mit dem lokalen Zwischenspeichern, ist man künftig deutlich weniger von dieser Anbindung abhängig als bisher.

Infrastruktur

Daran, dass für die Bewohner Kubas der Zugang zum Internet weiterhin nur schwer zu bekommen ist, ändert dies freilich nichts. Für die breite Masse bleibt, so die Interessenten denn überhaupt ein internetfähiges Gerät besitzen, lediglich der Zugang über die 240 derzeit verfügbaren, öffentlichen WLAN-Hotspots. (apo, 27.4.2017)

  • Google-Vorstand Eric Schmidt und die Chefin des nationalen Telekommunikationsanbieters ETECSA, Mayra Arevich, bei der Unterzeichnung eines Abkommens im Dezember 2016.
    foto: apa/afp/yamil lage

    Google-Vorstand Eric Schmidt und die Chefin des nationalen Telekommunikationsanbieters ETECSA, Mayra Arevich, bei der Unterzeichnung eines Abkommens im Dezember 2016.

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