Szekeres hofft auf seine Wiederwahl

    27. April 2017, 08:55
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    Entscheidung in der konstituierenden Vollversammlung am Dienstag

    Wien – Die Vollversammlung der Wiener Ärztekammer konstituiert sich: Am kommenden Dienstag wird das 90 Mitglieder umfassende Gremium erstmals nach der Wahl vom vergangenen März tagen. Dabei wird auch der Präsident gewählt. Amtsinhaber Thomas Szekeres werden gute Chancen auf eine erneute Kür eingeräumt. Er selbst dementiert dies nicht – lässt aber gleichzeitig Vorsicht walten.

    Denn noch seien die Verhandlungen nicht abgeschlossen: "Es gibt am Wochenende noch Treffen", betonte Szekeres im Gespräch mit der APA. Der Ärztekammerchef hatte beim Urnengang wie schon 2012 nur den zweiten Platz erreicht. Damals schaffte er es, in der Vollversammlung eine Koalition zu schmieden und damit den Wahlsieger Johannes Steinhart von der ÖVP-nahen Ärztevereinigung auszubooten. Dieser musste sich mit dem Amt des Vizepräsidenten begnügen.

    Breite Mehrheit statt Kampfabstimmung

    Dem Vernehmen nach könnte es dieses Mal erneut funktionieren. Steinhart, so hört man in der Kammer, habe zwar die Wahl gewonnen – aber zum Teil auf Kosten jener, die ihn unterstützen. Die Szekeres-Koalition dürfte somit halten, wobei der Präsident laut eigenen Angaben hofft, dass es gar nicht erst zu einer Kampfabstimmung kommt, sondern man sich schon im Vorfeld auf eine breitere Mehrheit einigt.

    Letztendlich werde sich jedoch erst bei der Vollversammlung zeigen, wie tatsächlich abgestimmt wird, gab Szekeres zu bedenken. Konstituiert wird am 2. Mai ab 14.00 Uhr. Die Wahl des Präsidenten steht dabei gleich zu Beginn auf der Tagesordnung. Laut Ärztekammer ist geplant, das Ergebnis unmittelbar nach dessen Vorliegen zu verkünden – und nicht erst nach dem Ende der Sitzung.

    Bei der Wahl am 25. März kam die Ärztevereinigung auf insgesamt 1.592 Stimmen bzw. 26 Mandate (2012: 1286/23). Kammerpräsident Szekeres und sein "Team Thomas Szekeres" erhielt 1.069 Stimmen bzw. 17 Mandate. 2012 war er noch mit der Liste "Sozialdemokratische Ärztinnen und Ärzte" angetreten und auf 821 Stimmen bzw. 16 Mandate gekommen. (APA, 27.4.2017)

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