Italiens Staatsbahnen wollen in Österreichs Fernbusmarkt einsteigen

27. April 2017, 08:40
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Partnerschaften mit österreichischen Busgesellschaften werden geprüft

Rom/Wien – Italiens Staatsbahnen (FS) steigen im Fernbusmarkt ein und blicken nach Österreich. Busitalia Fast, den die italienischen Staatsbahnen FS für den in- und ausländischen Markt aus der Taufe gehoben haben, will nach dem Start in Italien und in Deutschland auch in Österreich Fuß fassen.

"Wir prüfen Partnerschaften mit österreichischen Busgesellschaften. Wir haben bereits Kontakte geknüpft", berichtete Stefano Rossi, Geschäftsführer von Busitalia-Sita Nord, Muttergesellschaft von Busitalia Fast, im Gespräch mit der APA. Österreich sei wegen der Nähe zu Italien und Deutschland, sowie seiner Brückenfunktion in Richtung Westeuropa für den Fernbusmarkt besonders interessant. "Für die grenzüberschreitende Mobilität ist Österreich wichtig. Unsere Busse vernetzen unter anderem bereits Österreich naheliegende Städte wie Bozen und Udine", erklärte Rossi.

Expansion

60 Busse der letzten Generation sollen in 15 italienischen Regionen verkehren und über 90 Städte verbinden. In Deutschland startet Busitalia Fast auf der Achse Ludwigshafen, Fellbach, Ulm, Augsburg und München. Mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards, qualifiziertem Personal und Komfort will die italienische Busgesellschaft zu einem gefährlichen Konkurrenten für Flixbus auf dem europäischen Markt avancieren.

"Wir sind auch an Expansion in Richtung Frankreich und Spanien interessiert. Wir wollen damit West- mit Mittel- und Osteuropa besser vernetzen", meinte Rossi. Mit einer aggressiven Preispolitik will die Busgesellschaft vor allem junge Reisende ansprechen. Tickets sollen auf digitalen Plattformen angeboten werden. Je früher man die Karten erwirbt, desto preisgünstiger sind sie.

Mit einer Flotte von 60 Bussen der letzten Generation startet Busitalia Fast. In den nächsten Jahren sollen 3.000 Busse bestellt werden. "Wir wollen viel Personal anstellen", so Rossi.

Busitalia Fast will im Einklang mit dem Entwicklungsplan der italienischen Staatsbahnen mittelgroße Städte in Italien verbinden, die nicht der Hochgeschwindigkeitsachse zwischen Turin und Neapel angeschlossen sind. "Vor allem in Süditalien, wo das Bahnnetz nicht besonders wettbewerbsfähig ist, rechnen wir mit starkem Wachstum", berichtete Rossi. (APA, 27.4.2017)

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