Cisco-Vizechef: Das Silicon Valley schaut momentan auf Deutschland

    26. April 2017, 15:05
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    Trump schützt Arbeitsplätze von vor 30 Jahren

    Die Digitalisierung befeuert ungeachtet aller protektionistischen Töne in den USA den transatlantischen Handel. "Beim Internet schaut jeder zum Silicon Valley – doch momentan schaut das Silicon Valley nach Deutschland", sagte der Deutschland-Chef des US-Telekommunikationsunternehmens Cisco, Oliver Tuszik, am Mittwoch auf der Hannover Messe.

    Er betonte: "Wir waren noch nie so stark verbunden wie jetzt, und Cisco investiert zur Beschleunigung der Digitalisierung fast eine halbe Milliarde Dollar in Deutschland."

    Mittelstand

    Beim sogenannten transatlantischen Forum erklärte er, auch der deutsche Mittelstand sei für die nächste Internet-Generation von hoher Bedeutung. Wolfgang Dierker vom US-Unternehmen General Electric machte klar, dass ein freier und offener Welthandel Grundbedingung für die vernetzte Industrie von morgen sei: "Der Zug ist auf den Gleisen – die Digitalisierung lässt sich nicht mehr stoppen."

    Stefan Mair von der Hauptgeschäftsführung des Industrieverbands BDI hielt US-Präsident Donald Trump vor, Schlachten von gestern zu schlagen. "Er fokussiert sehr stark auf die Verteidigung von Jobs und Industrien, die kaum noch existieren", sagte er. Die Art von Arbeitsplätzen, über die er spricht, seien die von vor 30 Jahren. Damit laufe er das Risiko, wichtigere Dinge wie die Digitalisierung zu vernachlässigen. "Wenn wir die weltweite Produktionsordnung stören, wird es eben kein iPhone 8 mehr geben, ganz einfach", meinte auch Cisco-Vizechef Tuszik. Er sprach sich für weltweite Standards beim Datenschutz aus. Deutsche Regeln nutzten nicht, wenn sie von Usbekistan oder vom afrikanischen Kontinent ausgehebelt würden. (APA, 26.4.2017)

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    Cisco

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