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8. Juni 2017, 17:23

Von Glaskunst, Porzellanherstellung und Blaudruck bis zur Thüringer Spezialitätenküche und Waldwellness: An Erfindergeist hat es den Thüringern noch nie gefehlt.

Schon gewusst? Die erste Fertigsuppe wurde nicht von Maggi, sondern vom Thüringer Rudolf Scheller erfunden.

Vom ersten industriell gefertigten Thermometer bis zum ersten Frauenmagazin: In Thüringen waren schon immer einfallsreiche Köpfe beheimatet. Das ist bis heute so geblieben. Während in der Universitätsstadt Jena international geforscht wird, beleben Menschen in Erfurt und im Thüringer Wald alte Handwerkskunst neu. Auch wenn es um kulinarische Genüsse geht, sind kreative Geister am Werk. Und sogar den Wald als Wellnessoase zu nutzen, hat man in Thüringen perfektioniert.

Erfindungen made in Thüringen

Thüringen ist ein Land der Pioniere und des Erfindergeistes. Die Forschungsgebiete reichen heute von Software bis Mobilfunk, von 3-D-Technik bis Raumfahrt-Technologie, von Nanoskopie bis zur Entzifferung des menschlichen Genoms.

Schon gewusst? Schultüte, Kindergarten und die TV-Kultfigur "Bernd das Brot" sind ebenfalls Thüringer Erfindungen.

Wissensstandort Jena

Die Wissenschaftsstadt Jena trägt den Beinamen "Optical Valley". Sie ist ein Zentrum für Optik und Photonik, denn Carl Zeiss und Ernst Abbe entwickelten einst ein Mikroskop mit besonderen optischen Eigenschaften. Heute konzentriert sich der Standort Jena der Carl Zeiss AG unter anderem auf Medizintechnik und Mikroskopie. Auch die international geschätzte Glastechnik der Schott AG gelangt von Jena aus in die Welt. Beim Jenaer Glas handelt es sich um ein extrem hitzebeständiges Spezialglas – eine Erfindung des Glastechnikers Otto Schott.

foto: andreas weise

Tipp: Das Zeiss-Planetarium in Jena ist das dienstälteste Planetarium der Welt. Heute steht es unter Denkmalschutz, im Inneren beeindruckt es aber mit modernster Technik und Optik.

Die Erfurter Krämerbrücke: Sinnbild für Thüringens Handwerk

Sie ist mit ihren 32 Fachwerkhäusern die längste bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen: die pittoreske Krämerbrücke in Erfurt. Wo früher die Brückenkrämer Handel und Handwerk betrieben, sind heute wieder Künstler und kleine Manufakturen tätig.

thüringer tourismus gmbh

Die Künstler und Handwerker auf der Krämerbrücke sind mit Herz und Seele bei der Sache. Einer von ihnen ist Martin Gobsch, der in mühevoller Detailarbeit originelle Holzpuppen für die Theaterbühne schnitzt.

thüringer tourismus gmbh

Schon gewusst? Im Örtchen Lindewerra werden seit 1836 kunstvoll gebogene Holzstöcke hergestellt. Deren Geschichte ist im Stockmachermuseum aufbereitet.

Blaudruckmeisterin Sigritt Weiß

Sigritt Weiß aus Erfurt hat einen ungewöhnlichen Beruf: Sie ist nicht nur Kunsthandwerkerin, sondern auch Blaudruckmeisterin. Eine der letzten in Mitteleuropa, die mit Modeln nach eigenen Entwürfen per Hand druckt und mit Indigo färbt. Die Tischdecken und Tücher verkauft sie in ihrer Blaudruckwerkstatt auf der historischen Krämerbrücke. Das Blaudruckverfahren ist aufwendig, Weiß arbeitet ausschließlich mit eigenen Kreationen. Zuerst zeichne sie die Muster auf, dann würden sie gedruckt und in der Folge gefärbt, erklärt sie. Die Inspiration für die Muster hole sie sich gerne in der Thüringer Natur, wobei sie am liebsten florale Muster gestalte.

Die Kunst des Glasblasens

Eine lange Tradition hat in Thüringen auch das Glasbläserhandwerk, sie reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Stadt Lauscha im Thüringer Wald entstand 1597 durch eine am Lauschabach errichtete Waldglashütte. Bis heute werden dort in Handarbeit Röhren und Stäbe für die weiterverarbeitende Industrie, aber auch Produkte wie Rosenkugeln, Orchideenstäbe und Weingläser hergestellt.

foto: stefan thomas / farbglashütte lauscha

Schon gewusst … dass die schönen, bunt marmorierten Glasmurmeln eine Thüringer Erfindung sind?

Einen Einblick in die Kunst der Glasherstellung geben heute Führungen, etwa in der Farbglashütte Lauscha. In der großen Verkaufsausstellung können Besucher das eine oder andere Spezialstück ergattern. Eine glitzernde Überraschung wartet einen Stock tiefer: Die ganzjährige Ausstellung für Christbaumkugeln und Weihnachtsschmuck. Auch im Sommer ein Erlebnis!

Tipp: Perlendesign, Weihnachtsbaum schmücken oder Glaskugel blasen – die Farbglashütte Lauscha bietet kreative Workshops an.

Schon gewusst ... dass die Christbaumkugel von Glasbläsern aus Lauscha erfunden wurde? Der Erzählung nach waren sie damals zu arm, um ihren Weihnachtsbaum mit Äpfeln zu dekorieren. Deshalb stellten sie kurzerhand gläserne Kopien davon her.

Porzellan – das "Weiße Gold"

1708 wurde in Thüringen der Grundstein für blütenweißes Porzellan gelegt. Der Familienbetrieb Kahla stellt seit 1844 Alltagsgegenstände aus Hartporzellan her und ist aktuell der größte Porzellanproduzent Thüringens. Das Porzellan von Kahla wurde nicht nur mit vielen Designpreisen ausgezeichnet, sondern gilt auch als Vorreiter in Sachen Tischkultur. Besucher können bei Führungen hautnah die Porzellanherstellung erleben und anschließend im Werksverkauf ausgewählte Stücke erstehen.

Tipp: Entlang der Thüringer Porzellanstraße laden Museen, Manufakturen, Geschäfte und Porzellanmaler dazu ein, mehr über das "Weiße Gold" zu erfahren.

Interaktive Porzellanwelten auf der Leuchtenburg

Die vielen Facetten des Porzellans eröffnen sich bei einem Besuch auf der Leuchtenburg bei Jena. Hoch oben über dem Saaletal laden die geschichtsträchtigen Räume zu einem interaktiven Gang durch die Porzellanwelten ein. Krönender Abschluss ist der Skywalk "Steg der Wünsche". Dort wird sich beweisen, ob Scherben tatsächlich Glück bringen.

foto: jens hauspurg / thüringer tourismus gmbh / andreas weise / daniel hofmann - stiftung leuchtenburg

Henry van de Velde – Retter des Porzellans

Schon gewusst … dass das Weimarer Bauhaus mit seinen Gebäuden und Design-Klassikern heute zum UNESCO-Welterbe zählt? Die architektonischen Höhepunkte lassen sich am besten bei einem geführten Bauhaus-Spaziergang mit Studenten der Universität durch Weimar erkunden.

Erheblich zur Erfolgsgeschichte des Thüringer Porzellans hat der belgische Designer Henry van de Velde beigetragen. Er kurbelte auf Ansuchen des Großherzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar die zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachliegende Porzellanindustrie wieder an.

Neben der Einführung von neuen Design- und Stilformen bei der Gestaltung von Porzellangeschirr gründete er auch das kunstgewerbliche Seminar. Aus dieser Ausbildungsstätte ging die Grossherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule Weimar hervor, aus der später das berühmte Weimarer Bauhaus entstand.

Thüringer Tischkultur: genussvoll speisen

Lokale, nachhaltige Spezialitäten, geselliges Beisammensein, ein einladend gedeckter Tisch mit Porzellan, Glaskunst und Keramik aus der Region: Tischkultur hat in Thüringen einen besonders hohen Stellenwert. Gekrönt wird das Genusserlebnis für alle Sinne mit einem Glas Thüringer Wein oder einer lokalen Bierspezialität.

Eine Institution: der Zwiebelmarkt in Weimar

Er ist mehr als 360 Jahre alt, noch immer ein Besuchermagnet und eines der größten Volksfeste Thüringens: der Zwiebelmarkt in Weimar. Das traditionelle Markttreiben findet von 13. bis 15. Oktober 2017 zum 364. Mal statt. Dann preisen die Zwiebelbauern aus der Region wieder ihre Waren an. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr die Wahl der Zwiebelmarktkönigin.

foto: weimar gmbh

Kulinarik in Thüringen: Bratwurst, Klöße und Gourmet-Küche

Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1404. Bis heute ist sie eine Leibspeise geblieben: die Thüringer Bratwurst. Mindestens 51 Prozent der Zutaten müssen aus Thüringen stammen, mindestens 15 Zentimeter Länge muss jede Bratwurst laut EU-Verordnung aufweisen.

Tipp: Mehr über den deftigen Thüringer Snack gibt das erste deutsche Bratwurstmuseum in Holzhausen preis. Gezeigt wird unter anderem eine Kopie der weltweit ersten Bratwurstrechnung.

foto: volker hielscher / thüringer tourismus gmbh

Schon gewusst … dass die Thüringer ihre Bratwurst am liebsten mit BORN Senf essen? Er wird seit 1820 hergestellt und kann im Senf-Laden nahe der Krämerbrücke in Erfurt frisch gezapft verkostet werden.

Interview mit Uwe Keith, Vorstand des Vereins "Freunde der Thüringer Bratwurst"

Warum schmeckt die Thüringer Bratwurst so einzigartig?
Neben der Tatsache, dass die Thüringer Bratwurst ein qualitätsvolles Handwerksprodukt mit jahrhundertelanger Tradition ist, ist ihre Aufladung durch die Heimat ihre Besonderheit. Von Kindesbeinen an wird man in Thüringen mit dem "Thüringer Weihrauch", dem Bratwurstduft, infiziert. Bei keinem Fest darf das kulinarische Thüringer Kulturgut fehlen. So verbinden sich Wohlgeschmack und Wohlgefühl zu dieser einzigartigen Symbiose, die die Thüringer in Gedichten, Liedern und Ritualen ehren.

Was ist das Bratwursttheater?
Der Vorhang öffnet sich 2017 bereits zur 8. Spielzeit auf der Bühne des Bratwursttheaters. Die Besucher erwartet eine turbulente Mischung aus Schauspiel, Musik und Kulinarik. Wie in jedem Jahr wird die Ersterwähnung der Thüringer Bratwurst im Arnstädter Jungfrauenkloster den Rahmen der Handlung bieten. Natürlich hat auch der große Reformator Martin Luther im Lutherjahr 2017 seinen Auftritt.

Wie oft steht bei Ihnen als Vereinsobmann Bratwurst auf dem Speiseplan?
Da wir Thüringer am 31. Dezember um 24:00 Uhr abgrillen und am 1. Januar um 0:00 Uhr wieder angrillen, wird bei uns quasi das ganze Jahr über gegrillt. Im Ernst – so es die Zeit erlaubt, brennt bei mir am Wochenende der Rost.


Eine Vielfalt an Thüringer Spezialitäten verkauft Bettina Vick in ihrem Feinkostenladen auf der Krämerbrücke in Erfurt.

thüringer tourismus gmbh

Kloßartiger Geschmack! Thüringer Klöße

foto: thüringer tourismus gmbh / udo bernhart
#deinThüringen:
Sushi à la Thüringer Klöße

Food-Bloggerin Meeta Wolf hat sich kreativ ausgetobt und Kloß-Sushi gezaubert. Mehr über die Thüringer Klöße und das Koch-Experiment gibt es im Thüringen-Blog zu lesen.

Gaumenfreuden sind auch beim Verspeisen der berühmten Thüringer Klöße garantiert. Traditionell werden die Kartoffelknödel ungefüllt serviert, in der Mitte steckt ein Stück gerösteter Semmelwürfel. Je nach Saison sorgen aber auch Füllungen wie Spinat oder Bärlauch für Gaumenfreuden.

Tipp: Den wahrscheinlich größten und kleinsten Kloß der Welt können Besucher im Thüringer Kloßmuseum in Heichelheim nahe Weimar bewundern.

Thüringen zum Vernaschen

Dass Thüringen auch eine süße kulinarische Seite hat, beweist etwa die Goldhelm Schokoladenmanufaktur auf der Krämerbrücke in Erfurt. Süße Pralinen, feinste Trüffel und handgeschöpfte Schokoladentafeln lassen Genießerherzen höher schlagen.

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Tipp: Im Sommer stehen Thüringer und Besucher Schlange. Dann sperrt in der Goldhelm Schokoladenmanufaktur wieder der Eiskrämer auf, der ausgefallene Eiskreationen kredenzt.

Süß! Der Thüringer Blechkuchen

foto: peter eichler / thüringer tourismusverband jena-saale-holzland
#deinThüringen:
Foodblog Herzenswärmer
Einblicke in die Thüringer Küche und Gastroszene gibt der Thüringer Foodblog Herzenswärmer.

Der Boden muss dünn sein, der Belag dick. So mögen die Thüringer ihren traditionellen Blechkuchen. Eine große Auswahl bietet die Bäckerei Rose in Weimar an. Sie ist Thüringens einzige Fünf-Sterne-Bäckerei und hat auch Verkaufsschlager wie Bienenstich oder Apfelkuchen im Sortiment.

Daumen hoch für Thüringer Köche

Feinschmecker kommen in Thüringen garantiert auf ihre Kosten. Die Bandbreite reicht von traditionellen Gerichten in Wirtshäusern bis zu Gourmet-Menüs in Spitzenrestaurants. Bodenständige Thüringer Gerichte serviert etwa das Kromer's Restaurant in Erfurt mit rustikalem Gewölbekeller und grünem Innenhof. Es hat sich ganz der frischen, regionalen Küche verschrieben und wird von der Vereinigung "Slow Food" empfohlen.

Tipp: Wie die Ritter speisen lässt es sich im Wirtshaus Klausenhof unterhalb der Burg Hanstein in Bornhagen.

foto: dipl.-des. jens hauspurg

#deinThüringen:
Ein Weingut zum Verlieben

Food-Bloggerin Meeta Wolf hat sich in das Weingut Zahn im idyllischen Saaletal verliebt. Warum, das erklärt sie im Thüringen Blog.

Spitzengastronomie aus Thüringen

Auch die gehobene thüringische Gastronomie muss sich nicht verstecken. Im Gegenteil: Spitzenköche mit viel Liebe zum Detail zaubern köstliche Speisen, bevorzugt aus regionalen Produkten.

Tipp: Vom Restaurant Scala in Jena schweift der Blick weit über Stadt: Es liegt im 28. Stockwerk des JenaTowers. Der Blick auf den Teller verheißt eine wahre Geschmacksexplosion, schließlich zählt das Scala laut der Gourmetbibel Gault&Millau zu Deutschlands 500 Top-Restaurants. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Lokalen zählt es zu Thüringens Spitzengastronomie.

Wein aus Thüringen

foto: jens hauspurg - thüringer tourismusverband jena-saale-holzland

Die perfekte Begleitung für gutes Essen ist ein Glas Wein aus der Region. Seit Jahrhunderten wird im Anbaugebiet Saale-Unstrut Wein angebaut. Die Vielfalt der Produkte von den Thüringer Weingütern reicht vom einfachen Tischwein bis zum prämierten Spitzenprodukt. Weinproben und Weinfeste bieten die ideale Gelegenheit, um die Thüringer Weine zu verkosten.

"Thüringen – Stadt-Schönheiten, wie Perlen an einer Kette"
www.thueringen-entdecken.de
www.thueringen-entdecken.de/blog

Autorin:
Die Österreicherin Maria Kapeller, Gründerin des Online Reisemagazins www.kofferpacken.at, bereist nicht nur liebend gern die große weite Welt, sondern auch die eigene Heimat samt Nachbarländern.