Chromecast: Google verbessert Video-Streaming aus dem Browser

26. April 2017, 13:27
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Soll künftig deutlich weniger Ressourcen verbrauchen, weil Video-Stream einfach durchgereicht wird

Das Prinzip von Googles Chromecast ist an sich einfach erklärt: Anstatt Bilder direkt vom Smartphone an den Fernseher zu schicken, fungiert das Gerät nur als eine Art Fernbedienung. Die eigentlichen Inhalte holt sich das Chromecast dann direkt aus dem Netz. Allerdings gibt es dafür auch eine Ausnahme: Werden Inhalte aus einem Desktop-Browser an ein Google-Cast-fähiges Gerät geschickt, erfolgt die Kodierung lokal – was natürlich gehörige Ressourcen verschlingt.

Browser Casting

Nun experimentiert Google aber mit einem neuen Feature, das zumindest bei einem Anwendungsfall eine deutliche Verbesserung der aktuellen Situation verspricht. In einem Posting auf Google+ berichtet der Google-Angestellte François Beaufort von einem neuen Cast-Feature für Chrome. Dieses sorgt dafür, dass Videos, die im Browser auf Fullscreen gestellt wurden, direkt an das Chromecast weitergereicht werden. So entfällt das Kodieren, wovon sowohl Videoqualität als auch Performance profitieren.

Testlauf

Wer das Ganze schon jetzt ausprobieren will, muss den Dev-Channel von Chrome nutzen, und dort unter chrome://flags/#media-remoting das Feature auch noch manuell aktivieren. Zudem ist Voraussetzung, dass das Chromecast bereits die Version 1.23 oder später der Google-Cast-Firmware einsetzt. (apo, 26.4.2017)

  • Googles Chromecast Ultra.
    foto: beck diefenbach / reuters

    Googles Chromecast Ultra.

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