Stress durch Digitalisierung – und Angst vor Datenmissbrauch

26. April 2017, 11:53
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Smartphone und Co erleichtern den Alltag – Umfrage: Zwei Drittel fühlen sich aber von Missbrauch ihrer Daten im Internet persönlich betroffen

Digitale Geräte erleichtern den Alltag, meinen mehr als 80 Prozent der Österreicher. Das ergab eine repräsentative Market-Umfrage im Auftrag der Allianz. Gleichzeitig führt die Digitalisierung aber auch zu Stress, erklärte Xaver Wölfl von der Versicherung am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Wien. Und die Angst vor Datenmissbrauch ist hoch.

Dreh- und Angelpunkt

"Das Smartphone ist der lebenswichtige Dreh- und Angelpunkt", sagte Wölfl. Für 86 Prozent ist es das wichtigste digitale Gerät, jeder Zweite kann schwer ohne es auskommen. Die Mehrheit der Smartphone-User kann sich zwar vorstellen, einen Tag lang zur Erholung auf das Handy zu verzichten. Aber die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht online ist, ist größer. "Diese ständige Erreichbarkeit ist ein erheblicher Stressfaktor", betonte Wölfl.

Während die jüngere Generation smartphone-getrieben ist, nutzen die Älteren das Internet noch eher über den Stand-PC. Neben den Unter-30-Jährigen ist dafür die Affinität bei den Über-60-Jährigen besonders hoch. Das Internet hat einen hohen Stellenwert für das persönliche Wohlbefinden. Als besonders hilfreich für den Alltag werden Apps empfunden. Am nützlichsten sind dabei Apps zur Navigation.

"Zwei Drittel fühlen sich von Missbrauch ihrer Daten im Internet persönlich betroffen"

Trotz der großen Bereitschaft, digitale Geräte zu nutzen, ist die Angst vor Datenmissbrauch groß. "Zwei Drittel fühlen sich von Missbrauch ihrer Daten im Internet persönlich betroffen", sagte Wölfl. 81 Prozent wünschen sich, dass sich im Bereich der Datensicherheit etwas tut. Gleichzeitig glaubt nur die Hälfte der Befragen auch tatsächlich an eine Verbesserung der Online-Sicherheit. (APA. 26.4. 2017)

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