Österreich aktuell mit neun Welterbestätten auf Rang 28 im Unesco-Ranking

Infografik26. April 2017, 19:14
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Wird der Turm am Heumarkt gebaut, droht der Verlust des Welterbestatus für das historische Stadtzentrum – dann würde Österreich in der Rangliste hinter fünf weitere Länder rutschen

Das geplante Bauprojekt am Heumarkt gefährdet den Welterbe-Status des Wiener Stadtzentrums. Der Wohnturm soll 66 Meter hoch werden – zu viel für die Unesco, die in der Welterbe-Kernzone nur Bauten bis zu einer Höhe von 43 Metern erlauben will. Mit dem Bau des Turms könnte Wien daher auf der roten Liste gefährdeter Welterbestätten landen, einer Vorstufe zur Aberkennung. Derzeit befinden sich 55 Stätten auf dieser Liste. Tatsächlich gestrichen wurden bisher nur zwei: Eine Entscheidung betraf ein Wildschutzgebiet in Oman, die zweite Aberkennung betraf die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal in Deutschland durch den Bau der Elbschlösschenbrücke.

Weltweit listet die Unesco 1.052 Denkmäler in 165 Ländern auf ihrer Welterbeliste. Österreich liegt mit neun Welterbestätten auf Platz 28, wie die Grafik von Statista zeigt.

grafik: statista

Dazu gehören neben dem historischen Zentrum Wiens unter anderem die Innenstadt von Salzburg, Schloss und Garten Schönbrunn oder die Semmeringeisenbahn. Verliert Wien seine Welterbestätte, so fällt Österreich bei der Anzahl hinter Bulgarien, Kuba, Äthiopien, Israel und Marokko zurück. Aktuell liegt Österreich mit diesen Ländern im Ranking gleichauf.

Die meisten Denkmäler hat Nachbarland Italien. Unter den 51 Welterbestätten finden sich dabei etwa die historischen Stadtzentren von Rom, Florenz oder Neapel, aber auch Venedig und seine Lagune oder die Amalfiküste. (Statista/red, 26.4.2017)

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