Presserat mahnt zur Vorsicht bei IS-Propaganda

    26. April 2017, 10:09
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    Namen von bedrohten Personen sollten nicht veröffentlicht werden

    Wien – Der Presserat mahnt die Medien zur Zurückhaltung bei Mordaufrufen von Terrororganisationen. Namen von bedrohten Personen sollten nicht veröffentlicht werden, ruft der Presserat den Punkt 5.3 des Ehrenkodex für die österreichische Presse in Erinnerung. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte Anfang März dazu aufgefordert, mehrere bekannte Muslime in Österreich und Deutschland zu töten.

    IS ruft seine Anhänger in Europa immer wieder gezielt dazu auf, Anschläge oder Attentate zu verüben. "Medien, die Aufrufe zur Ermordung von bestimmten Personen verbreiten, laufen Gefahr, zum Propagandawerkzeug und zu Erfüllungsgehilfen der Terroristen zu werden", teilte der Senat am Mittwoch in einer Aussendung mit. Laut Pressekodex dürfen Personen, deren Leben gefährdet ist, in Medienberichten nicht identifiziert werden, wenn die Berichterstattung die Gefährdung vergrößern kann. (APA, 26.4.2017

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