Österreich schlägt Ukraine 1:0

Video25. April 2017, 23:51
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Zweiter Erfolg des Eishockey-Teams bei WM der Division 1 A – Als Tabellenzweiter ins Duell mit Leader Südkorea

Kiew – Österreichs Eishockey-Nationalteam hat bei der WM der Division 1A in Kiew auch ohne den verletzten Kapitän Thomas Raffl den zweiten Erfolg gefeiert. Die ÖEHV-Auswahl besiegte am Dienstag Gastgeber Ukraine hochverdient mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) und hat damit weiter alle Chancen auf den Aufstieg.

Die Österreicher waren vor 5.000 Zuschauern gegen des punktlose Schlusslicht klar die bessere Mannschaft, lediglich der Abschluss wollte lange nicht gelingen. Erst gegen Ende des Mitteldrittels brach Daniel Woger im Powerplay den Bann (36.). Damit geht Österreich als Tabellenzweiter in das Duell mit dem Überraschungs-Tabellenführer Südkorea am Donnerstag (19.30 Uhr, live ORF Sport+).

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Teamchef Roger Bader musste nicht nur auf den gegen Ungarn verletzten Verteidiger Layne Viveiros (angebrochene Rippe) verzichten, sondern auch auf Raffl. Der bisher herausragende Stürmer fiel wegen einer Beinverletzung, die er sich am Vortag bei einem geblockten Schuss zugezogen hatte, aus. Im Schlussdrittel fehlte dann auch noch Verteidiger Stefan Ulmer wegen einer Handverletzung.

Zittern trotz Überlegenheit

Durch den Ausfall von Raffl musste die Top-Linie neu formiert werden. Seinen Platz neben Konstantin Komarek und Fabio Hofer nahm zunächst Lukas Haudum und ab dem zweiten Drittel Manuel Ganahl ein. Auch so dominierten die Österreicher den ersten Abschnitt nach Belieben, das Geschehen spielte sich fast nur im Drittel der Ukrainer ab. Der Abschluss allerdings klappte nicht. Trotz rund vier Minuten doppelter Überzahl und 21 Schüssen ging es torlos in die erste Pause.

Bader stellte danach seine Linien um, das Bild blieb gleich. Ersatzkapitän Hundertpfund und sein Team machten viel Druck, hatten aber auch Glück, dass die Ukrainer in der 33. Minute nur die Latte trafen. Und mit dem 34. Torschuss landete endlich auch die Scheibe im Tor von Eduard Sachartschenko. Woger fälschte einen Schuss von Martin Schumnig zum 1:0 ab.

In der 47. Minute vergab Patrick Obrist die Entscheidung, er verfehlte das offene Tor, Hofer scheiterte am Torhüter (53.). So wurde es im Finish noch trotz 43 Torschüssen zu einer Zitterpartie. (APA, red, 25.4. 2017)

Eishockey-WM der Division 1A in Kiew, Dienstag

Ukraine – Österreich 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)
Kiew, Sportpalast, 5.000 Zuschauer

Tor: Woger (36./PP).

Strafminuten: 18 bzw. 12

Österreich: Starkbaum – S. Ulmer, Kirchschläger; Schumnig, Heinrich; Schlacher, Strong; Duller – Ganahl, Hundertpfund, Lebler; Hofer, Komarek, Haudum; Woger, Obrist, Spannring; Rauchenwald, M. Ulmer

Stimmen:

Roger Bader (Teamchef Österreich): "Ein paar graue Haare mehr. Wir hatten 21 Schüsse im ersten Drittel, normalerweise machst du da ein Tor. Ich bin heute nicht glücklich mit unserem Powerplay, die vergebenen Chancen im 5-gegen-3-Powerplay haben mich geärgert. Durch Ausfälle von Schlüsselspielern kamen Spieler in Rollen und Eiszeiten, die sie normalerweise nicht haben, das haben sie ganz gut gemacht."

Daniel Woger (Torschütze): "Am Anfang hatten wir ein paar Chancen, viel Scheibenbesitz, Chancen auch im 5-gegen-3, aber die leider nicht gemacht. Wir sind aber zum Glück in Führung gegangen und haben das über die Zeit gebracht. Solche Spiele sind schwer zu spielen, es steht 0:0, du bist überlegen, darfst aber nicht in einen Konter laufen."

Martin Schuming (Verteidiger Österreich): "Das war ein Arbeitssieg, alle haben zusammengeholfen, dass wir gewinnen. Der Trainer vertraut uns allen, freut uns, dass wir so viel Eiszeit bekommen. Auch wenn es Ausfälle gibt, die die nachrücken, übernehmen alle Aufgaben und hauen sich voll rein, damit wir gewinnen. Ich glaube an den Aufstieg."

Markus Schlacher (Verteidiger Österreich): "Es war wie erwartet ein schwerer Kampf. Wir haben viele Chancen vergeben und die Powerplays nicht nutzen können, dann ist es oft schwierig gegen so eine Mannschaft. Gottseidank haben wir das über die Runden gebracht. Es ist wichtig gegen so eine Mannschaft, dass man nicht zu offensiv denkt, weil sie stellen sich hinten rein und warten auf die Fehler."

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Ergebnisse + Tabelle

  • Konstantin Komarek (rechts) setzt sich mit dem Ukrainer Dmytro Ignatenko auseinander.
    foto: apa/fohringer

    Konstantin Komarek (rechts) setzt sich mit dem Ukrainer Dmytro Ignatenko auseinander.

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