Griechisches Gericht lehnt Auslieferung türkischer Soldaten ab

25. April 2017, 17:30
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Gruppe hatte in Griechenland Asyl beantragt, weil sie nach eigener Darstellung in der Türkei um ihr Leben fürchten muss

Athen/Ankara – Die Türkei ist mit einem erneuten Antrag auf Auslieferung von nach Griechenland geflohenen Soldaten gescheitert. Ein griechisches Berufungsgericht lehnte das Gesuch am Dienstag ab. Drei der acht türkischen Soldaten, die sich während des gescheiterten Militärputsches im Juli in einem Hubschrauber nach Griechenland abgesetzt hatten, müssen demnach nicht in ihre Heimat zurück.

Über die anderen fünf Soldaten soll in den kommenden Wochen entschieden werden. Die Gruppe hat in Griechenland Asyl beantragt, weil sie nach eigener Darstellung in der Türkei um ihr Leben fürchten muss.

Den Soldaten wird unter anderem die versuchte Ermordung von Präsident Recep Tayyip Erdogan und die versuchte Auflösung des Parlaments vorgeworfen. Die Beschuldigten weisen dies zurück. Im Jänner hatte das oberste griechische Gericht bereits ihre Ausweisung abgelehnt. Die Türkei stellte daraufhin einen zweiten Antrag. Sie hat mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die Soldaten nicht zurückgeschickt werden – darunter die Aufkündigung eines bilateralen Flüchtlingsabkommens mit der Regierung in Athen. (APA, 25.4.2017)

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