Robert-Hochner-Preis geht an Corinna Milborn

25. April 2017, 14:27
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Puls-4-Infochefin sei "nicht nur eine hartnäckige Rechercheurin, sondern vor allem eine außerordentliche und unabhängige Interviewerin"

Wien – Corinna Milborn, Infochefin der TV-Sendergruppe ProSiebenSat1Puls4, erhält den Robert-Hochner-Preis 2017. Sie sei "nicht nur eine hartnäckige Rechercheurin, sondern vor allem eine außerordentliche und unabhängige Interviewerin: Immer bestens vorbereitet, in kritischer Äquidistanz zu allen Mächtigen, konsequent nachfragend, unbeirrbar beim Herausarbeiten des journalistischen Kerns", heißt es in der Jurybegründung.

Dies habe sie bei ihren Interviews zur Präsidentschaftswahl 2016 besonders unter Beweis gestellt, was internationale Medienreaktionen nach sich zog und auch in die "New York Times" Eingang fand.

In den Sendungen "Pro und Contra" und dem Interview-Format "Wie jetzt?" setze Milborn "nicht nur auf Konfrontationen mit Spitzenpolitikern, sondern bemüht sich, den Seherinnen und Sehern Einordnung und Hintergrundwissen zu vermitteln".

Es ist das erste Mal seit Bestehen des Preises, dass eine Person außerhalb des öffentlich-rechtlichen ORF die Auszeichnung erhält. 2014 wurde Dossier gemeinsam mit Servus TV für eine TV-Dokumentation über Asylunterkünfte ausgezeichnet. 2015 erhielt ORF-Journalist Bernt Koschuh den Preis, 2016 ORF-Journalistin Susanne Schnabl. (red, APA, 25.4.2017)

Hintergrund

Der Robert-Hochner-Preis wird seit 2005 von der österreichischen Journalistengewerkschaft für publizistische Leistungen im Bereich der politischen Berichterstattung im Bereich der elektronischen Medien verliehen. Die heurige Verleihung findet am 29. Mai statt.

  • Corinna Milborn gewinnt Hochner-Preis 2017.
    foto: puls 4

    Corinna Milborn gewinnt Hochner-Preis 2017.

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