Le Pen sen. hält Wahlkampf seiner Tochter für zu lasch

25. April 2017, 14:21
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Rechtsradikaler Patriarch rät zu "sehr aggressivem" Ton

Paris – Jean-Marie Le Pen, Gründer des rechtsextremen Front National, kritisiert den Wahlkampfstil seiner Tochter Marine im Rennen um die französische Präsidentschaft als zu lasch. "Ich denke, ihr Wahlkampf war zu lässig", sagte der 88-Jährige am Dienstag dem Sender RTL.

An ihrer Stelle hätte er einen Wahlkampf wie US-Präsident Donald Trump geführt, sagte er und riet seiner Tochter zu einem "sehr aggressiven" Ton gegen Politiker von links und rechts, die für den Niedergang des Landes verantwortlich seien.

Familienzwist

Marine Le Pen hatte ihren Vater 2015 nach antisemitischen Äußerungen aus der Partei ausschließen lassen. Sie hat die Stichwahl um das höchste Staatsamt am 7. Mai erreicht. Umfragen zufolge wird sie das Duell gegen den parteilosen Konkurrenten Emmanuel Macron voraussichtlich verlieren. Dieser liegt in der jüngsten Umfrage des Instituts Opinionway vom Dienstag bei 61 Prozent, Le Pen bei 39 Prozent.

Der FN-Gründer hatte es 2002 ebenfalls in die Stichwahl um die Präsidentschaft geschafft, scheiterte aber deutlich im Duell mit dem konservativen Rivalen Jacques Chirac: Der Rechtsextreme erhielt nur knapp 18 Prozent der Stimmen. (APA, 25.4.2017)

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