Studienbeihilfe: Mittel konstant, weniger Anträge trotz Studentenplus

25. April 2017, 10:33
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Anteil der Beihilfenbezieher sinkt, höhere Auszahlungsbeträge pro Student

Wien – Das Budget für die Studienbeihilfen ist in den vergangenen zehn Jahren trotz steigender Studentenzahlen in etwa konstant bei rund 200 Mio. Euro pro Jahr geblieben. Bei insgesamt weniger gestellten Anträgen und konstanter Bewilligungsquote sank der Prozentsatz der Beihilfenbezieher von 26 auf 18 Prozent der Studenten. Die Höhe der Beihilfe pro Student stieg von 3.500 auf 4.900 Euro pro Jahr.

Die gesamten Transferzahlungen der Studienbeihilfebehörden schwanken je nach Jahr um die 200 Mio. Euro, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon durch Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der österreichischen Studenten an Unis, Fachhochschulen und Privatunis von 170.000 auf 207.000. Auffällig: Zwar blieb die Bewilligungsquote der Anträge über die Jahre konstant bei ca. 70 Prozent – allerdings sank trotz des Studentenzuwachses die Zahl der Anträge von rund 68.000 auf zuletzt 60.000.

Das hat zur Folge, dass der Anteil der Beihilfenbezieher unter den Studenten von rund einem Viertel (26 Prozent) auf weniger als ein Fünftel (18 Prozent) gesunken ist. 2006/07 wurden noch mehr als 43.000 Beihilfeanträge bewilligt, 2015/16 waren es bereits weniger als 37.000.

Wer tatsächlich eine Beihilfe bewilligt bekam, ist in den vergangenen zehn Jahren allerdings im Regelfall gut ausgestiegen. Die durchschnittliche Beihilfenhöhe stieg von knapp 3.500 Euro im Jahr auf 4.900 Euro. Das liegt vor allem an der wachsenden Zahl der (besser dotierten) Selbsterhalterstipendien. (APA, 25.4.2017)

  • Das Budget für die Studienbeihilfen ist in den vergangenen zehn Jahren ungefähr gleich geblieben, die Zahl der Studierenden aber stark gestiegen.
    foto: dpa/strobel

    Das Budget für die Studienbeihilfen ist in den vergangenen zehn Jahren ungefähr gleich geblieben, die Zahl der Studierenden aber stark gestiegen.

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