Gepanschter Wein, falsche Nüsse: Massiver Betrug mit Lebensmitteln

25. April 2017, 12:31
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Internationale Polizeibehörden haben binnen weniger Monate tausende Tonnen an Fälschungen beschlagnahmt

Wien – Internationale Ermittler haben in den vergangenen Monaten tausende Liter an gepanschtem Wein und Tonnen an gefälschten Lebensmitteln beschlagnahmt. Zwischen Dezember und März wurden 10.000 Tonnen und 26 Millionen Liter Lebensmittel von Europol und Interpol beschlagnahmt. Sie sollen rund 230 Millionen Euro wert gewesen sein, berichtet das ZDF.

In der Mission "Opson VI" wurden die Ermittler in allen europäischen Ländern fündig. In Österreich wurde gefälschter Kaviar auf Wiener Märkten beschlagnahmt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) dem STANDARD auf Anfrage mitteilte. Ermittlungen seien noch im Gange. Die Lebensmittelaufsicht habe außerdem in einigen Restaurants Proben von Olivenöl genommen, die derzeit noch analysiert werden. "Gott sei Dank ist das Problem in Österreich überschaubar", sagte ein Beamter des BKA.

Fake Nuts

In Deutschland haben die Ermittler laut ZDF einen Schwerpunkt auf Nüsse gelegt, dabei sei es um undeklarierte Erdnüsse, Cashewnüsse und Mandeln in Haselnussprodukten gegangen, berichtet der TV-Sender.

So seien etwa einer angeblichen Lieferung von 1.300 Kilo gerösteten Haselnüssen billige Erdnüsse beigemischt worden. Für Allergiker stelle das ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Italienische Behörden konfiszierten fast 32.000 Flaschen gefälschtes Mineralwasser.

Viele der Produkte würden über das Internet verkauft, erklärte Europol. Der Konsument finanziere damit das organisierte Verbrechen, denn hinter vielen gefälschten Produkten stünden betrügerische Banden. (sat, 25.4.2017)

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