Internationales Konsortium erhält Zuschlag für Hafen von Thessaloniki

24. April 2017, 22:40
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Privatisierungen sind Teil der Auflagen internationaler Kreditgeber

Athen/Hamburg – Bei der Privatisierung des Hafens von Thessaloniki hat Griechenland einem internationalen Konsortium den Zuschlag erteilt. Die Privatisierungsbehörde teilte am Montag mit, 67 Prozent der Anteile an dem Hafen gingen an das Konsortium, dem der deutsche Fonds Deutsche Invest Equity Partners, Belterra Investments aus Griechenland sowie CMA CGM aus Frankreich und die staatliche chinesische China Merchants Holdings International angehören.

Die Gruppe hatte 1,1 Milliarden Euro geboten, erhöhte dann ihr Gebot und stach damit zwei Bieter aus Dubai und den Philippinen aus. Der griechische Rechnungshof muss dem Vertrag noch zustimmen.

Privatisierungsprogramm beschleunigt

Unter dem Druck der internationalen Gläubiger hatte die griechische Links-Regierung das Privatisierungsprogramm zuletzt beschleunigt. Seit April betreibt ein Tochterunternehmen des deutschen Flughafenbetreibers Fraport 14 Regionalflughäfen in Griechenland. 2016 beschloss Athen auch die Teilprivatisierung des Hafens von Piräus. Hier bekam der chinesische Konzernriese Cosco für 368,5 Millionen Euro den Zuschlag.

Die Privatisierungen gehören zu den Auflagen der internationalen Kreditgeber, die Griechenland im Gegenzug hohe Finanzhilfen gewährten. (APA, 24.4.2017)

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