Frankreich-Wahl: Russische Hacker sollen Macron ins Visier nehmen

24. April 2017, 17:48
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Experten bringen Gruppe mit russischen Militärgeheimdienst in Verbindung

Hacker haben Experten zufolge das Wahlkampfteam des französischen Kandidaten Emmanuel Macron angegriffen. Nach Erkenntnissen der IT-Sicherheitsfirma Trend Micro vom Montag versuchten Kriminelle der Gruppe "Pawn Storm", in das Netz der Wahlkämpfer einzudringen.

Macrons Mitarbeiter sollten über gefälschte Mails dazu verleitet werden, Schadsoftware auf ihre Computer zu laden sowie Logins und Passwörter zu verraten. "Solche Zugangsdaten eignen sich gut, um politische Parteien auszuspionieren", sagte Sicherheitsexperte Feike Hacquebord zu Reuters. Ob die Versuche vom März und April erfolgreich gewesen seien, lasse sich von außen nicht sagen. Er habe den Fall an die französischen Behörden weitergeleitet. Die für die Aktion benutzten Rechner seien abgeschaltet worden.

Russische Militärgeheimdienst

"Pawn Storm" ist eine der ältesten Cyberspionagegruppen. Experten bringen die Gruppe, die auch unter den Namen "Fancy Bear", "Apt 28" und "Strontium" bekannt ist, mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung. Hacquebord sagte, mit einer ähnlichen Technik wie bei Macrons Team hätten sich Hacker bereits in die Computer der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und der CDU eingeschlichen. Die deutsche Cyberabwehrbehörde BSI warnt wegen der Bundestagswahl im September bereits vor Angriffen. Ein Sprecher der französischen Sicherheitsbehörde Anssi bestätigte den Angriff auf Macrons Mitarbeiter. Beim Wahlkampfteam des Kandidaten war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (APA, 24.4.2017)

  • Macron wird von Hackern attackiert.
    foto: ap/mori

    Macron wird von Hackern attackiert.

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