Sprachsteuerung könnte den Tod der isländischen Sprache bedeuten

    24. April 2017, 14:31
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    Isländisch gehört zu jenen Sprachen, die von neuen Technologien am wenigsten unterstützt werden

    Vor sieben Jahren hat der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull nicht nur dafür gesorgt, dass der Flugverkehr in weiten Teilen Europas zum Erliegen kam. Auch sein Name wurde zum Thema. Mit Eselsbrücken und Youtube-Videos erklärten die Isländer dem Rest der Welt die Aussprache. Die zunehmenden Verbreitung von Sprachsteuerung bringt Isländisch nun in arge Bedrängnis.

    Weniger als 400.000 Menschen sprechen Isländisch

    Weniger als 400.000 Menschen sprechen die indogermanische Sprache, die mit Siedlern aus Norwegen auf die Insel kam. Im immer stärker werdenden Tourismus und bei sprachgesteuerten Geräten muss jedoch oft auf Englisch ausgewichen werden. Die frühere Präsidentin Vigdis Finnbogadottir fordert nun Maßnahmen, um die isländische Sprache zu schützen, wie sie zur Nachrichtenagentur AP sagte.

    Isländisch gehört laut einer Untersuchung der Multilingual Europe Technology Alliance unter anderem neben Gälisch, Lettisch oder Maltesisch zu den für digitale Technologien am schlechtesten unterstützten Sprachen. Helfen könnte eine Datenbank der isländischen Sprache, auf die Entwickler bei der Umsetzung isländischer Sprachversionen zurückgreifen könnten. Die Kosten dafür schätzt das Bildungsministerium auf umgerechnet 8,8 Millionen Dollar. (red, 24.4.2017)

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    AP

    • Experten fürchte, dass durch die zunehmende Verbreitung von Sprachsteuerung, Isländisch auf der Strecke bleiben könnte.
      foto: reuters/sigtryggur johannsson

      Experten fürchte, dass durch die zunehmende Verbreitung von Sprachsteuerung, Isländisch auf der Strecke bleiben könnte.

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