Österreichs Budgetdefizit 2016 auf 1,6 Prozent gestiegen

24. April 2017, 12:15
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Eurozone verkleinert Haushaltsabgang auf 1,5 Prozent

Luxemburg/Brüssel/Wien – Österreichs Budgetdefizit hat sich 2016 auf 1,6 Prozent erhöht. 2015 hat es noch 1,1 Prozent ausgemacht. Dagegen ist der Schuldenstand für Österreich von 85,5 auf 84,6 Prozent gesunken, geht aus neuesten Zahlen von Eurostat vom Montag hervor. Das Defizit in der EU betrug im Vorjahr 1,7 Prozent, für die Eurozone wurde ein Minus von 1,5 Prozent ausgewiesen.

Im Gegensatz zum Durchschnitt der 28 EU-Staaten ist das Budgetdefizit in Österreich gestiegen. In der EU sank es von 2,4 auf 1,7 Prozent, in der Währungsunion ging es von 2,1 auf 1,5 Prozent zurück.

Insgesamt verzeichneten im Vorjahr zehn EU-Staaten einen Haushaltsüberschuss. Am höchsten war er in Luxemburg (+1,6 Prozent), gefolgt von Malta (+1,0 Prozent), Schweden (+0,9 Prozent), Deutschland (+0,8 Prozent), Griechenland (+0,7 Prozent), Tschechien (+0,6 Prozent), Niederlande und Zypern (je +0,4 Prozent) sowie Estland und Litauen (je +0,3 Prozent). Ausgeglichen bilanzierten Bulgarien und Lettland.

Vier EU-Staaten wiesen ein Budgetdefizit über dem Maastricht-Kriterium von mindestens drei Prozent auf. Am höchsten lag Spanien (-4,5 Prozent), vor Frankreich (-3,4 Prozent), Großbritannien und Rumänien (je -3,0 Prozent).

Verschuldungsquote gesunken

Die Verschuldungsquote hat in der EU von 2015 auf 2016 von 84,9 auf 83,5 Prozent abgenommen. In der Eurozone ging sie von 90,3 auf 89,2 Prozent zurück. Die niedrigsten Verschuldungsraten wiesen Estland (9,5 Prozent des BIP), Luxemburg (20,0 Prozent), Bulgarien (29,5 Prozent), Tschechien (37,2 Prozent), Rumänien (37,6 Prozent) und Dänemark (37,8 Prozent) auf. Unter der 60-Prozent-Marke liegen noch Malta (58,3 Prozent), Polen (54,4 Prozent), Slowakei (51,9 Prozent), Schweden (41,6 Prozent), Litauen (40,2 Prozent) und Lettland (40,1 Prozent),

Über der Maastricht-Quote von 60 Prozent lagen 16 EU-Staaten. Die höchste Verschuldung wies 2016 weiterhin Griechenland (179,0 Prozent) auf. Dann kommen Italien (132,6 Prozent), Portugal (130,4 Prozent), Zypern (107,8 Prozent) und Belgien (105,9 Prozent). Unter der 100-Prozent-Marke rangieren Spanien (99,4 Prozent), Frankreich (96,0 Prozent), Großbritannien (89,3 Prozent), Österreich (84,6 Prozent), Kroatien (84,2 Prozent), Slowenien (79,7 Prozent), Irland (75,4 Prozent), Ungarn (74,1 Prozent), Deutschland (68,3 Prozent), Finnland 63,6 Prozent), Niederlande (62,3 Prozent). (APA, 24.4.2017)

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    grafik: apa
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