Verteidigungsminister tritt nach Taliban-Anschlag zurück

24. April 2017, 10:28
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Auch Armeechef reicht Rücktritt drei Tage nach Taliban-Anschlag mit mehr als 130 Toten ein

Kabul – Drei Tage nach einem Taliban-Anschlag mit mehr als 130 Toten sind der afghanische Verteidigungsminister und sein Armeechef zurückgetreten. Wie das Präsidialamt in Kabul am Montag mitteilte, nahm Präsident Ashraf Ghani den Rücktritt von Verteidigungsminister Abdullah Habibi und Armeechef Kadam Shah Shahim an.

Nach dem Anschlag auf einen Militärstützpunkt im Norden des Landes hatte es heftige Kritik und Rücktrittsaufforderungen gegeben. Eine abschließende offizielle Bilanz bezüglich der Opfer des Anschlags gab es bis zum Montag nicht. Allerdings sprachen örtliche Behördenvertreter von 130 bis 160 Toten. Die Behörden in Kabul nannten die Zahl von mehr als hundert Toten und Verletzten.

Zehn Angreifer in afghanischen Uniformen waren am Freitag mit Sprengstoffwesten in ein Militärgelände nahe Mazar-i-Sharif eingedrungen. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Laut Verteidigungsministerium wurden alle Angreifer getötet.

Jim Mattis in Afghanistan

Zu einem unangekündigten Besuch ist der US-Verteidigungsminister Jim Mattis am Montag in Afghanistan eingetroffen. Bei seinem ersten Besuch in Afghanistan als Verteidigungsminister will Mattis unter anderem mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani zusammenkommen. (APA, 24.4.2107)

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