Einfamilienhäuser kosteten im Vorjahr drei Prozent mehr

24. April 2017, 09:36
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Plus 21,2 Prozent seit 2011 – ÖVI mit neuem Preisspiegel

Wien – Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen seit 2011 um 21 Prozent, das geht aus dem jüngsten einschlägigen Preisspiegel von Remax und ImmoUnited hervor, der auf erzielten Kaufpreisen basiert. 2016 kostete demnach ein österreichisches Einfamilienhaus im Schnitt 208.229 Euro.

Die Preise gingen im Vorjahr in allen Bundesländern nach oben (im Schnitt um drei Prozent), mit Ausnahme des Burgenlands. Im Vergleich mit 2011 legten sie aber auch dort zu, nämlich um 27,6 Prozent, während der österreichweite Trend in den letzten fünf Jahren ein Plus von "nur" 21,2 Prozent zeigte. Die Zahl der Transaktionen war 2016 mit 11.600 Häusern nur um 0,8 Prozent höher als 2015.

Kitzbühel als Ausreißer

Die teuersten Einfamilienhäuser wechselten in Kitzbühel die Besitzer, dort zahlte man in der Regel über eine Million Euro. Kitzbühel ist in dieser Statistik aber schon seit vielen Jahren ein krasser Ausreißer. Im Bezirk Kitzbühel legten die Preise seit 2011 um 105 Prozent zu. Auf Platz 2 lag im Vorjahr die Stadt Salzburg mit einem Durchschnittspreis von 575.089 Euro, gefolgt von Innsbruck mit 569.524 Euro.

Im Osten zahlte man in Wien und Mödling am meisten, im Schnitt 463.248 bzw. 402.370 Euro. Über ganz Niederösterreich betrachtet, wo 30 Prozent der Transaktionen stattfanden, zahlte man im Vorjahr 177.789 Euro. Bei Remax erwartet man, dass auch 2017 die Preise nach oben gehen, um etwa vier Prozent. Es sei zwar ein gutes Angebot vorhanden, aber die Nachfrage sei "wesentlich größer", so Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Im Westen und in Wien könnte der Plafond aber erreicht sein.

ÖVI: Ballungsräume im Fokus

In Kooperation mit Remax und ImmoUnited veröffentlicht nun auch der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) einen eigenen Preisspiegel mit Kaufpreisdaten. Zielgruppe dafür sind Immobilientreuhänder und Sachverständige, erklärt ÖVI-Präsident Georg Flödl.

Den zwölf größten Ballungsräumen, in denen 2016 rund die Hälfte aller Transaktionen abgewickelt wurde, wird im ÖVI-Preisspiegel (32 Euro, zu beziehen über die Website) besondere Aufmerksamkeit geschenkt. (mapu, 25.4.2017)

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