Bei Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien wackeln Arbeitsplätze

24. April 2017, 07:00
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Sozialplan wird diese Woche kommuniziert

Wien – Der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien steht eine harte Kur bevor. Die Bank unter Leitung von Klaus Buchleitner hat eine interne Reorganisation beschlossen, auch einen Personalabbau inkludiert. Das hat eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage des STANDARD bestätigt, die Organisation der Bank solle abgeflacht werden. In diesem Zusammenhang wurde ein Sozialplan in Form einer Betriebsvereinbarung mit dem (neuen) Betriebsrat vereinbart, er soll den Mitarbeitern diese Woche kommuniziert werden und bis Ende 2018 gelten. Derzeit beschäftigt die Bank rund 1.100 Mitarbeiter – bis Ende kommenden Jahres soll diese Zahl auf ungefähr 1.000 fallen, wie es heißt.

Genauere Abbauzahlen gibt es nicht; Gerüchte, wonach es bereits Anmeldungen beim Arbeitsmarktservice AMS geben soll, zerstreut die Banksprecherin: Das stimme nicht.

Ältere Mitarbeiter betroffen

Die Leistungen aus dem Sozialplan sollen ausschließlich jenen zugutekommen, die von der Umstrukturierung betroffen sind und ihr Dienstverhältnis in der Folge einvernehmlich lösen. Über Art und Umfang der angebotenen Leistungen will man derzeit nicht sprechen; Buchleitner will die Reorganisation in der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch erläutern.

Aus der Bank ist zu hören, dass vor allem ältere Mitarbeiter betroffen seien. Die RLB Niederösterreich hat in der jüngeren Vergangenheit vor allem für den IT-Umbau im Sektor ("eine IT") viel ausgegeben, und auch für Berater, wie angemerkt wird. Der Sachaufwand ist zuletzt um mehr als zehn Prozent gestiegen – die IT wurde bei der internen Konkurrenz, der RLB Oberösterreich, gebündelt. (Renate Graber, 24.4.2017)

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