Lenker lieferte Polizei "halsbrecherische" Verfolgungsjagd

22. April 2017, 09:28
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Audi entkam zwei Mal hintereinander, verlor dann aber Öl – Rauchendes Auto auf Waldweg gefunden – Drei tödliche Verkehrsunfälle in der Steiermark

Klagenfurt – Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei dürfte einen 20-jährigen Kärntner seinen Audi A3 gekostet haben. In der Nacht auf Samstag raste der Lenker des Autos gleich zweimal einer Streife im Bezirk Klagenfurt-Land davon, "in halsbrecherischem Tempo", wie es heißt. Dabei wurde die Ölwanne des Pkw aufgerissen, der rauchende Audi wurde später auf einem Waldweg gefunden. Vom Lenker fehlte jede Spur.

Ob der 20-jährigen Zulassungsbesitzer den Wagen selbst gelenkt hatte oder ob jemand anderes hinter dem Steuer saß, muss erst noch abgeklärt werden. Der junge Kärntner war zunächst nicht erreichbar, sagte ein Polizeisprecher.

Am Samstagvormittag gelang es der Polizei, den 20-Jährigen – als Zulassungsbesitzer war seine Identität schnell geklärt – dann doch zu erwischen. Ein Alkotest verlief negativ. Der junge Mann gab lediglich an, aus "Angst" bei der Verkehrskontrolle aufs Gas statt auf die Bremse getreten zu haben. Näher ausführen wollte er seine Furcht nicht.

Drei tödliche Verkehrsunfälle in der Steiermark

Zu gleich drei tödlichen Unfällen ist es am Freitagabend auf steirischen Straßen gekommen. Gegen 19.25 Uhr stürzte ein Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug von einer Forststraße ab und starb. Knapp zwei Stunden später prallte ein Pkw-Lenker gegen ein Brückengeländer und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Schließlich überlebte ein 39-jähriger Motorradfahrer den Zusammenstoß mit einem Pkw nicht.

In Bruck an der Mur (Bez. Bruck-Mürzzuschlag) war der 38-jährige Lkw-Lenker laut Landespolizeidirektion Steiermark auf einer Forststraße im Bereich Schweizgraben unterwegs als er aus ungeklärter Ursache rechts gegen die Böschung fuhr. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und kam links von der Fahrbahn ab. Der Lkw samt Anhänger stürzte rund 20 Meter über eine Böschung, wobei der Lenker aus der Kabine geschleudert wurde. Dabei erlitt der 38-Jährige tödliche Verletzungen. Ein Kollege des Unfalllenkers kam etwa 30 Minuten nach dem Vorfall an der Unfallstelle vorbei und verständigte die Einsatzkräfte. Der Tote konnte erst gegen 23.50 Uhr von der Feuerwehr geborgen werden.

Gegen 21.15 Uhr dann der nächste tödliche Unfall: Ein 37-Jähriger aus dem Bezirk Murtal fuhr mit seinem Pkw auf der Obdacher Straße B78 in Richtung Weißkirchen. Auch er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Brückengeländer. Der 37-Jährige starb an Ort und Stelle.

Knapp vor Mitternacht fuhr ein 39-jähriger Steirer mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Motorrad auf der Rechberg Straße B64 vom Ortsgebiet Tulwitz (Bez. Graz-Umgebung) kommend in Richtung Rechberg. Weil das so genannte "Pocket-Bike" keine Beleuchtung hatte, benutzte der Lenker offenbar eine Taschenlampe. Aber auch das konnte eine Kollision mit einem Pkw, gelenkt von einem 28-Jährigen aus dem Bezirk Scheibbs, nicht verhindern. Reanimationsversuche durch die rasch eingetroffenen Rettungskräfte verliefen erfolglos. Der Pkw-Lenker und sein Mitfahrer blieben unverletzt. (APA, 22.4.2017)

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