China könnte sich mit Stahlwerk Kosice in die EU einschmelzen

21. April 2017, 17:48
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Chinesen verschaffen sich Zugang zum EU-Binnenmarkt

Linz/Wien – Angesichts der schärferen Gangart der EU gegen Billigstahl aus China verschaffen sich die Chinesen Zugang zum EU-Binnenmarkt. Das seit 17 Jahren von US Steel geführte slowakische Stahlwerk Kosice mit rund 14.000 Mitarbeitern soll an die He Steel Group Company, den zweitgrößten Stahlkocher weltweit, verkauft werden. Als Kaufpreis werden im Ö1-Radio 1,4 Milliarden Euro kolportiert, der Deal soll demnächst fixiert werden. Zu europäischen Kosten werde es "mit Sicherheit schwieriger, europäische Preise zu unterfahren", sagte Voest-Chef Wolfgang Eder.

Vor Marktabschottung und Strafzöllen warnte am Freitag Deutschland die USA. "Prüfbitten sind keine Gesetze oder Maßnahmen, aber sie zeigen die Richtung hin zu protektionistischen Tendenzen, die wir nicht begrüßen", erklärte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). US-Präsident Donald Trump lässt prüfen, ob Einfuhren in dem Sektor die nationale Sicherheit beeinträchtigen. (red, Reuters, 22.4.2017)

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