Frauenhass nicht sponsern

Einserkastl21. April 2017, 17:39
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In den USA trauen sich bekannte Markenfirmen frauenfeindliches Verhalten in Medien nicht zu sponsern

Zum Frauenbild von Stratosphärenspringer Felix Baumgartner ist eigentlich alles gesagt, wenn man das Foto betrachtet, das ihn mit seiner rumänischen Lebensgefährtin zeigt. Die Dame nimmt eine gebückte Stellung ein, sodass Baumgartner seinen Teller mit dem Mittagessen auf ihren Rücken stellen und ein gemütliches Mahl auf ihr abhalten kann.

Das Foto ist relativ leicht im Internet zu finden, also wird man nicht darauf warten müssen, ob Baumgartner die Einladung der Puls-4-Redaktionsleiterin Corinna Milborn annimmt, mit ihm über das Thema Sexismus zu diskutieren.

Milborn hatte eine Palmers-Werbung kritisiert, Baumgartner daraufhin auf Facebook in der Abteilung für Troglodyten Milborns Figur kritisiert.

In den USA löst sowas der Markt. Der rechte Sender Fox News hat seinen quotenbringenden Superstar Bill O'Reilly gefeuert, weil herauskam, dass Fox für O'Reilly, der politisch leicht rechts von Dschingis Khan steht, an fünf Frauen insgesamt 13 Millionen Dollar zahlen musste. Als Abgeltung für sexuelle Belästigung.

Daraufhin stornierten rund 50 Unternehmen, darunter Weltfirmen wie Mercedes und BMW, ihre Werbung in O'Reillys Sendung. Das war ein Schlag ins Kontor, der nicht ohne Folgen bleiben konnte. Frauenfeindliches Verhalten in Medien trauen sich bekannte Markenfirmen halt doch nicht zu sponsern. In den USA. (Hans Rauscher, 21.4.2017)

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