Armutsgefährdung sank in der EU 2015 auf 23,7 Prozent

21. April 2017, 13:27
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In Österreich fiel der Anteil der von Armut oder Ausgrenzung Gefährdeten auf 18,3 Prozent

Brüssel – Die Zahl armuts- oder ausgrenzungsgefährdeter Menschen in der EU ist 2015 gegenüber 2014 von 24,4 auf 23,7 Prozent gesunken. Das ist der geringste Anteil seit 2010. Konkret sank die Zahl von 121,9 Millionen auf 118,82 Millionen Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind. In Österreich gab es einen Rückgang von 19,2 Prozent 2014 auf 18,3 Prozent 2015.

Das ist auch der geringste Wert seit 2007 für das Land – damals waren es 16,7 Prozent. In absoluten Zahlen sank die Zahl der von Armut bedrohten Personen in Österreich von 1,61 Millionen 2014 auf 1,55 Millionen 2015.

Stärkste Reduktion für Italien

Zielsetzung der EU für 2020 ist eine Reduktion der Armutsgefährdeten Personen um 20 Millionen. Die Länder haben dabei unterschiedliche Vorgaben. Österreich soll bis dahin eine Absenkung um 235.000 bedrohte Personen erreichen.

Die stärkste Reduktion ist für Italien vorgegeben – um 2,2 Millionen von Armut oder sozialer Ausgrenzung gefährdete Menschen weniger bis 2020. Frankreichs Zielvorgabe lautet minus 1,9 Millionen Personen, Polen soll seine Armutsbedrohung um 1,5 Millionen reduzieren und Spanien ein Minus von 1,4 Millionen Personen erreichen. (APA, 21.4.2017)

  • Die Zahl der Menschen in Europa, die auf Maßnahmen wie Sozialmärkte angewiesen sind, sinkt.
    foto: reuters/ina fassbender

    Die Zahl der Menschen in Europa, die auf Maßnahmen wie Sozialmärkte angewiesen sind, sinkt.

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