Verhandlung um IS-Terror-Verleumdung in Innsbruck abberaumt

21. April 2017, 12:46
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61-jähriger Angeklagter war nicht zum Prozess am Landesgericht erschienen

Innsbruck – Die Verhandlung am Landesgericht Innsbruck wegen einer Terrorverleumdung ist am Freitag abberaumt worden. Der 61-jährige Angeklagte, der einen Syrer zu Unrecht des Terrorismus beschuldigt haben soll, war nicht zum Prozess erschienen. Gegenüber der APA sagte der Verteidiger des Beschuldigten, dass ein "ärztliches Attest" vorliege und sich der Mann derzeit in Rumänien befinde.

Der der Verhandlung Ferngebliebene soll den 29-jährigen Syrer beschuldigt haben, dass dieser für den 26. November 2016 einen Anschlag in Innsbruck plane. Diese Anschuldigungen hatten auch zu einem Großeinsatz des Sondereinsatzkommandos Cobra und des Verfassungsschutzes geführt, bei dem der Verleumdete verhaftet worden war. Das Motiv der Beschuldigung soll Eifersucht gewesen sein. Der 61-Jährige habe verhindern wollen, dass seine 51-jährige Freundin den Syrer zu einer Veranstaltung begleite.

Zudem bezeichnete der Angeklagte den Syrer in einer E-Mail an das Innenministerium als IS-Terroristen und Kommandanten einer IS-Zelle. Dem 61-Jährigen drohen bei einer Verurteilung wegen des Verbrechens der Verleumdung bis zu fünf Jahre Haft. (APA, 21.4.2017)

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