Generali-Arena: Mittelfristig sollen 12.500 Zuseher kommen

Ansichtssache20. April 2017, 20:26
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Austria-Vorstand Markus Kraetschmer führte am Donnerstag durch den Rohbau der künftigen Heimstätte, die Eröffnung ist für Juli 2018 geplant

foto: fk austria

Markus Kraetschmer glaubt nicht an Wunder. Auf der neu errichteten Westtribüne der Generali-Arena kalkuliert der Wirtschaftsvorstand der Wiener Austria am Donnerstag bei einer Begehung vorsichtig: "Unser Ziel ist ein Zuseherschnitt von 10.000 in der ersten Saison."

Die erste Saison wird 2018/19 geschrieben. Im zweiten Quartal 2018 wird das Stadion fertiggestellt, die Eröffnung ist für den Juli geplant.

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Mit einem Schnitt von 10.000 wäre das 17.500 Zuseher fassende Stadion zu 57 Prozent ausgelastet. Das Vorhaben mag auf den ersten Blick nicht überambitioniert klingen, ist aber wohl Kraetschmers Realismus geschuldet. Im Ernst-Happel-Stadion liegt der Zuseherschnitt aktuell bei 7.644.

Mittelfristig, also nach fünf oder sechs Jahren, hofft man in Favoriten auf einen Durchschnitt von 12.500: "Dann wären wir voll im Plan."

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Voll im Zeitplan befindet sich jedenfalls der Stadionumbau. Auch die zweistöckige Tiefgarage (Foto) unter der Nordtribüne, deren Rohbau bis Sommer stehen soll, ist bereits fertiggestellt.

Im Norden entstehen 28 VIP-Logen, vier Sky-Lounges und zwei Ehrenlogen, im Westen neben 5.600 Plätzen auch drei Eventbereiche.

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Die Südtribüne (Foto) mit ihrem Kabinentrakt und den Presseräumlichkeiten wird revitalisiert, die 2008 eröffnete Osttribüne ist mit Museum, Fanshop und Restaurant ohnedies fit für die Zukunft.

In Summe kostet die Neugestaltung der violetten Welt inklusive Trainingsplätzen und Akademie 48 Millionen Euro, davon entfallen 42 Millionen auf das Stadion.

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"Wir freuen uns, dass wir hier wieder einen echten Heimvorteil genießen werden", sagt Kraetschmer und wagt ausnahmsweise eine Spekulation: "In diesem Stadion hätten wir im Herbst die Gruppenphase der Europa League überstanden."

Die sportliche Krise von Rapid Wien dient aber als Warnung, Kraetschmer lässt sich nicht zu Kampfansagen hinreißen: "Sie werden nicht hören, dass wir mit dem neuen Stadion sofort den Titel holen. Die Meisterschaft führt uns vor Augen, dass es nicht so einfach geht."

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Noch ist am Verteilerkreis alles grau in grau, so wie ein Rohbau nun mal aussieht. 2018 glitzert hinter dem Kleingartenverein Wilhelmshöhe alles violett. Auch der Triathlon der Fans (U-Bahn, Straßenbahn, Spaziergang) ist dann beendet, die U1 hält quasi direkt vor dem Stadion.

"Das wird ein riesiger Impuls", sagt Kraetschmer, der jährlich mit einem zusätzlichen Deckungsbeitrag von 2,5 bis drei Millionen Euro rechnet. Geld, das auch der sportlichen Planung zugutekommen soll: "Ein Stadion spielt noch keinen Fußball." (Philip Bauer, 20.4.2017)

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