Geimpfte Kinder und Masturbation: Für Presserat "geringfügiger Verstoß"

20. April 2017, 15:04
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Die Meldung sei aus anderen Medien übernommen, aber nicht gewissenhaft wiedergegeben worden

"Geimpfte Kinder fangen an zu masturbieren", dieser Artikel auf oe24.at im Februar regte auf – manche so sehr, dass sie sich an den Presserat wandten. Dieser sah nun einen "geringfügigen Verstoß" gegen das Genauigkeitsgebot im Ehrenkodex für die österreichische Presse.

Die Meldung sei aus anderen Medien übernommen, aber nicht gewissenhaft wiedergegeben worden. So hätte man etwa ohne viel Aufwand kritische Reaktionen auf diese Aussage einer Schweizer Heilpraktikerin berücksichtigen können, urteilte der Senat 2.

"Der Medieninhaberin ist allerdings zugutezuhalten, dass der Artikel, der am Freitagnachmittag veröffentlicht worden war, nach dem Wochenende auf Anweisung des Chefredakteurs gelöscht wurde", betonte er aber auch. (APA, 20.4.2017)

Nachlese

Impfen und Masturbieren auf oe24.at: Presserat leitet Verfahren ein – Geprüft wird ein Verstoß gegen Punkt zwei des Ehrenkodex, der sich mit Gewissenhaftigkeit und Korrektheit befasst. Die Entscheidung soll Ende März fallen

Impfen und masturbieren auf "oe24.at": Zwei Beschwerden beim Presserat eingelangt

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