Zukunftsvisionen Salzburger Schüler lösen Verkehrsproblem

20. April 2017, 10:00
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100 Einreichungen bei Wettbewerb, Werke der Schüler werden Teil der Ausstellung "Dahoam im Wandel"

Salzburg – Fliegende Autos, eine Monorail entlang der Salzach und eine schwebende Festung: Wie sieht Salzburg in 50 Jahren aus? Salzburger Schüler haben Antworten gefunden und sie als Bilder, Modelle oder Texte beim Wettbewerb des Hauses der Natur im Zuge der Ausstellung "Dahoam im Wandel" eingereicht. Herausgekommen sind sowohl düstere Szenarien einer ausufernden Stadt, die im Verkehr und Müll erstickt, wie auch sehr optimistische Visionen, in denen viele aktuelle Probleme bereits gelöst sind.

Die Schüler beschäftigen sich in ihren Einreichungen überwiegend mit dem brennenden Salzburger Thema Verkehr. Die Lösungsansätze dazu fallen recht unterschiedlich aus. Ein Schüler schreibt etwa in seinem Gedicht "2067", es gebe seit 20 Jahren überhaupt keine Autos mehr. Andere sehen die Lösung in alternativen Antrieben wie Autos, die Wasser tanken oder mit Sonnenenergie fahren. Beliebte Verkehrslösungen in den Zukunftsvisionen der Schüler sind auch fliegende Autos, eine schwebende U-Bahn, eine Monorail entlang der Salzach und eine solarbetriebene Hochseilbahn.

Palmen an der Salzach

Klimawandel und Umweltverschmutzung finden in den Einreichungen ebenso Niederschlag. Eine Schülerin sieht in 50 Jahren aufgrund des Klimawandels Palmen in Salzburg wachsen, eine andere geht von einem Meerzugang aus. Bedrückende Umstände hat eine weitere Schülerin zu Papier gebracht: Rund um den Festungsberg sind Müllsäcke bis zur Festungsbahn zu sehen. Sonnen- und Windenergie sowie die Nutzung der Erdwärme werden wie selbstverständlich in das Stadt- und Landschaftsbild eingebaut.

Auch architektonisch haben sich die Jugendlichen einiges einfallen lassen. Aufgrund des Städtewachstums sind auf vielen Bildern zig Hochhäuser in der Innenstadt zu sehen. Türme auf dem Mönchsberg und futuristische Architektur, die sich ungewohnt gut in die geografische Lage Salzburgs einpasst, sowie begrünte Dächer und Fassaden – so stellen sich die Schüler künftig den Städtebau vor.

250.000 Besucher bei Ausstellung

Bei dem Wettbewerb konnten Kinder und Jugendliche von zehn bis 19 Jahren mitmachen, entweder als Schulklasse, einzeln oder in Kleingruppen. Etwa hundert Werke wurden eingereicht. Die Ausstellung "Dahoam im Wandel" hat bisher bereits 250.000 Besucher ins Haus der Natur gelockt. Sie wird noch zwei Jahre fortgeführt und beinhaltet nun auch die Werke der Schüler, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben. (Stefanie Ruep, 20.4.2017)

  • Die Zeichnung von Annabel Baier aus der Neuen Mittelschule St. Michael im Lungau wurde zum besten Bild gekürt.
    haus der natur

    Die Zeichnung von Annabel Baier aus der Neuen Mittelschule St. Michael im Lungau wurde zum besten Bild gekürt.

  • Einen großzügigen Turmbau stellen sich Sandro, Lukas, Niki, Thomas und Noah aus der 2b des Gymnasiums St. Ursula in ihrem Modell vor.
    haus der natur

    Einen großzügigen Turmbau stellen sich Sandro, Lukas, Niki, Thomas und Noah aus der 2b des Gymnasiums St. Ursula in ihrem Modell vor.

  • Schüler bei der Preisverleihung im Haus der Natur mit Umweltlandesrätin Astrid Rössler (Grüne) und Direktor Norbert Winding.
    haus der natur

    Schüler bei der Preisverleihung im Haus der Natur mit Umweltlandesrätin Astrid Rössler (Grüne) und Direktor Norbert Winding.

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