Belgien ermittelte gegen Terrorverdächtigen von Marseille

19. April 2017, 13:09
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Der Verhaftetete soll Beziehungen zu Jihadisten in Belgien gehabt haben

Marseille/Brüssel – Einer der Verdächtigen des vereitelten Anschlags in Frankreich ist seit längerem im Visier der belgischen Behörden. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren gegen den in Frankreich festgenommenen Clement B. Der Mann sei für ein Verhör zur Fahndung ausgeschrieben gewesen, seit Ende 2015 habe es in Belgien aber keine Spur mehr von ihm gegeben.

Die französischen Behörden hatten nach eigenen Angaben einen Anschlag im Präsidentschaftswahlkampf verhindert und am Dienstag zwei Festnahmen in Marseille gemeldet. Bei den beiden 23 und 29 Jahre alten Franzosen waren nach offiziellen Angaben Waffen und Sprengstoff gefunden worden. Die französische Justiz hatte darauf hingewiesen, dass einer von ihnen Verbindungen zu Jihadisten ihn Belgien gehabt habe.

Keine Details zu Anschlagsplänen

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft erklärte, die belgischen Behörden – darunter ein auf Terrorismus spezialisierter Ermittlungsrichter in Lüttich – hätten in den vergangenen Tagen mit der französischen Justiz zusammengearbeitet, um B. aufzuspüren. Details könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Die französische Justiz geht davon aus, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstand. Es ist jedoch unklar, welches Ziel die beiden Verdächtigen gehabt haben sollen. (APA, 19.4.2017)

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