Mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer im Jemen getötet

19. April 2017, 10:20
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Fahrzeuge in zwei Provinzen attackiert

Aden/Sanaa – Bei mehreren nächtliche Drohnenangriffen sind im Jemen mindestens fünf mutmaßliche Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet worden. Die offenbar vom US-Militär ausgeführten Angriffe erfolgten in den Provinzen Shabwa und Marib, wie am Mittwoch aus jemenitischen Armeekreisen verlautete.

Bei der ersten Attacke im Süden wurden demnach ein Fahrzeug getroffen, dabei wurden zwei Menschen getötet. Drei weitere Todesopfer gab es bei dem Angriff auf ein Auto in der Zentralprovinz Marib.

Schon 7.400 Tote

Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte die Militäreinsätze gegen Jihadisten im Jemen verstärkt. In dem Land kämpft seit März 2015 eine arabische Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens an der Seite der Truppen des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbu Mansur Hadi. Diese kämpfen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die Anfang 2015 gemeinsam mit Anhängern des ehemaligen jemenitischen Staatschefs Ali Abdallah Saleh dessen Nachfolger Hadi aus Sanaa vertrieben. Sie werden vom Iran unterstützt.

Seit der arabischen Militärintervention im März 2015 wurden in dem Konflikt nach Uno-Angaben mehr als 7.400 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten, die bei Luftangriffen der saudisch geführten Koalition starben. Gruppen wie die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) machten sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht auszuweiten. Auch Al-Kaida kämpft im Jemen um Einfluss. (APA, 19.4.2017)

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