Evakuierung syrischer Städte nach Anschlag fortgesetzt

19. April 2017, 10:12
18 Postings

Tausende Zivilisten und Kämpfer verlassen Foua und Kefraya

Damaskus – Nach dem Anschlag auf einen Buskonvoi mit Geflüchteten ist die Evakuierung mehrerer belagerter Städte in Syrien am Mittwoch fortgesetzt worden. Dutzende Busse aus den von den Regierungstruppen kontrollierten Städte Foua und Kefraya erreichten einen Kontrollpunkt bei Aleppo, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden 3.000 Zivilisten und Kämpfer in Sicherheit gebracht. Zudem seien fast 300 Menschen aus Sabadani und zwei anderen von den Rebellen gehaltenen Ortschaften herausgebracht worden.

Seit Jahren belagert

Am Kontrollpunkt Rashidin hatte sich am Samstag ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und 126 Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen fast 70 Kinder. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand.

Die in der Provinz Idlib liegenden Städte Foua und Kefraya werden seit mehr als zwei Jahren von den Rebellen belagert, darunter auch jene der extremistischen Fatah-Front, die früher als Nusra-Front eine offilzielle Filiale der al-Kaida war. Die Evakuierungen waren nach langwierigen Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen unter Vermittlung ihrer Verbündeten Iran und Katar vereinbart worden. Das Abkommen umfasst auch die Städte Madaya und Sabadani, die jahrelang von Regierungstruppen belagert worden waren. (APA, 19.4.2017)

    Share if you care.