Eiszeitliche Megafauna litt massiv unter Feuchtigkeit

Video19. April 2017, 06:00
1 Posting

Das große Abtauen der Gletscher habe letztlich dazu geführt, dass Grasland und Steppe Wäldern Platz machten und sich die Nahrungskette komplett veränderte

Adelaide – Warum vor 11.000 bis 15.000 Jahren eine ganze Reihe von eiszeitlichen Giganten wie Mammut oder Riesenfaultier ausstarben, ist nicht ganz klar. Dass der Mensch dabei eine Hauptrolle spielte, gilt aber als unbestritten. Ein internationales Forscherteam um Alan Cooper (Uni Adelaide) bringt nun im Fachblatt "Nature Ecology & Evolution" nach biochemischen Knochenanalysen einen weiteren Faktor ins Spiel: Feuchtigkeit.

Die These der Forscher in aller Kürze zusammengefasst: Nach dem Abtauen der Gletscher sei die Landschaft von einem Wasserüberschuss geprägt gewesen. Dadurch wurden weite Flächen, die ursprünglich Grasland und Steppen waren, durch Wälder und Tundra ersetzt. Und das wiederum veränderte die Nahrungskette komplett.

Dramatische Zunahme von Wasser

Die Forscher schlossen auf diese Umbrüche aufgrund der Veränderungen bei den Stickstoffisotopen in Knochen aus Tieren, die im Jungpleistozän unter anderem im heutigen Russland und Kanada gelebt hatten. Diese dramatische Zunahme von Feuchtigkeit sei unmittelbar vor dem Aussterben etlicher großer Steppenbewohner zu beobachten gewesen.

Das könne im Übrigen auch erklären, so Cooper, warum es in Afrika noch Steppen und Grasland und entsprechend noch große Pflanzenfresser wie Elefanten gibt. (tasch, 19.4.2017)

npg press
    Share if you care.