AUA startet Ende April kostenpflichtiges Internet an Bord

18. April 2017, 15:21
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Die Gratis-Testphase bei Austrian Airlines läuft aus. Die Tarifmodelle bewegen sich zwischen drei und zwölf Euro, Telefonieren bleibt tabu

Wien – Während zahlreiche Airlines ihren Passagieren Gratis-Internet an Bord anbieten, ist die Gratis-Testphase von Internet an Bord bei den Austrian Airlines Ende April vorbei. Bis dahin soll die gesamte Airbus-Flotte, 31 Flugzeuge, umgerüstet sein. Die AUA hat für die technisches Ausrüstung insgesamt fünf Millionen Euro investiert. Die Passagiere bekommen dann auf der Kurz- und Mittelstrecke drei Internet-Tarife zur Auswahl.

Zwischen drei und zwölf Euro

FlyNet Message um drei Euro, FlyNet Surf um sieben Euro und FlyNet Stream um zwölf Euro pro Flugstrecke. Während bei FlyNet Message ausschließlich die Nutzung von Nachrichtendiensten wie E-Mail, WhatsApp oder iMessage möglich ist, können Passagiere mit dem Tarif FlyNet Surf auch im Internet surfen. Streaming funktioniert beim Tarif FlyNet Stream. Die Pakete werden über Kreditkarte oder Bezahldienste wie paypal abgerechnet. Internet Service Provider ist die Deutsche Telekom. Im zweiten Schritt bietet Austrian ab Sommer 2017 ein eigenes Unterhaltungsprogramm über das WLAN-Netz. Passagiere, die FlyNet Surf oder FlyNet Stream gekauft haben, können damit über ihr Endgerät ein Entertainment-Programm, bestehend aus Filmen und Serien, nutzen. Telefonieren an Bord wird weiterhin nicht erlaubt sein, auf Wunsch der Passagiere, heißt es bei der AUA.

Langstrecke muss warten

Ob die Langstreckenflieger in absehbarer Zeit mit Internet an Bord ausgerüstet werden, ist offen. Denn ihre Lebensdauer läuft grosso modo 2020 aus. Die Wartezeit für die entsprechende technische Ausrüstung würde einen Umbau erst 2018 erlauben. Ob sich das auszahlt, schaut man sich derzeit an.

Beim kostenlosen Internet über den Wolken fliegt Norwegian voran: Die Airline bietet Reisenden auf fast allen Europa-Strecken kostenlosen und unbegrenzten Zugang zum Internet. Bei manchen Airlines dürften sich Business-Class-Reisende über kostenlosen WLAN-Zugang freuen, bei anderen werden erst ab einem bestimmten Datenvolumen oder nach einer bestimmten Zeitdauer Kosten verrechnet. (rebu)

  • Das erste Flugzeug mit Breitband-Internet an Board hob schon im Jahr 2003 ab.  Die heutige AUA-Mutter Lufthansa testete damals eine Mobilitäts-Lösung auf der Strecke Frankfurt – Washington D.C.
    foto: epa/ulrich perrey

    Das erste Flugzeug mit Breitband-Internet an Board hob schon im Jahr 2003 ab. Die heutige AUA-Mutter Lufthansa testete damals eine Mobilitäts-Lösung auf der Strecke Frankfurt – Washington D.C.

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