Grabanlage enthielt Reihe von Mumien

18. April 2017, 15:03
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Antikenminister spricht von unerwarteten Schätzen – Bestattete starben laut Archäologen an unbekannter Seuche

foto: apa/afp/stringer

Luxor – In Ägypten haben Archäologen in einer gut erhaltenen Grabanlage aus der Pharaonen-Zeit mehrere Mumien und farbenprächtige Holzsarkophage gefunden. Außerdem entdeckten sie goldverzierte Masken sowie über eintausend Tonfigürchen, sogenannte Uschebtis, als Grabbeigaben.

foto: reuters/sherif fahmy

Wie das ägyptische Altertümerministerium mitteilte, wurde die Anlage in der Nekropole Dra Abul el-Naga nahe Luxor und dem Tal der Könige entdeckt. Die Grabungsarbeiten sind derzeit noch am Laufen – acht Mumien und zehn Sarkophage wurden bisher gefunden, sagte Ausgrabungsleiter Mostafa Wasiri.

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Die Anlage gehörte laut den Archäologen einem hochstehenden Beamten namens Osarhat aus der 18. Dynastie. Die Bestatteten sollen einer Seuche zum Opfer gefallen sein – welcher, ist noch unbekannt.

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Die 18. Dynastie bildete den Anfang des sogenannten Neuen Reichs und begann im 16. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Ägypten hatte damals die gut hundertjährige Fremdherrschaft der Hyksos abgeschüttelt und fand zu einer neuen politischen und kulturellen Blüte.

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Jahrhunderte später, während der 21. Dynastie, wurden laut Wasiri weitere Mumien in der Grabkammer bestattet. Laut Altertümerminister Chaled al-Anani entdeckten die Archäologen zudem Eingänge zu zwei weiteren Grabmälern, die noch erforscht werden sollen. Es sei für alle eine Überraschung gewesen, wie viele Schätze sich in der Grabkammer verborgen hätten, sagte er vor Journalisten an der Ausgrabungsstätte. (red, APA, 18. 4. 2017)

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