NGOs fordern Hilfe bei Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer

18. April 2017, 12:04
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"Im Moment ist es leider so, dass wir von staatlicher Seite sehr wenig Unterstützung bekommen, zu wenig, um ausreichend Menschen retten zu können"

Rom – Nach der Rettung Tausender Flüchtlinge im Mittelmeer innerhalb weniger Tage fordern private Hilfsorganisationen Unterstützung von der EU. Zwischen Freitag und Sonntag wurden 8.360 Menschen von 55 Schlauch- und drei Holzbooten aus Seenot gerettet, wie der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Dienstag twitterte.

13 Leichen seien geborgen worden, darunter die eines Achtjährigen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. "Im Moment ist es leider so, dass wir von staatlicher Seite sehr wenig Unterstützung bekommen, zu wenig, um ausreichend Menschen retten zu können", sagte der Kapitän des privaten Rettungsschiffs Sea Eye dem Bayerischen Rundfunk.

Mehrere Nichtregierungsorganisationen hatten am Wochenende von einer Zuspitzung der Situation auf dem Mittelmeer berichtet. Alleine am Samstag machten die NGOs Iuventa Jugend rettet, Moas und Sea Eye nach eigenen Angaben etwa 3.000 Flüchtlinge und andere Migranten auf Schlauch- und Holzbooten etwa 20 Meilen von der libyschen Küste entfernt aus.

Am Sonntag setzte die "Iuventa" ein Notsignal ab, am Ostermontag folgte das Schiff "Sea Eye". Beide Schiffe waren mit geretteten Flüchtlingen in unruhiger See überladen. Nach den Notrufen kamen ihnen andere Schiffe zur Hilfe, die geretteten Menschen konnten übergeben werden. (APA, 18.4.2017)

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