Steve Wozniak: Apple und Co. werden 2075 noch da sein

    18. April 2017, 10:13
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    Große Techkonzerne überleben – Apple-Mitgründer sieht Zukunft der Menschheit in Wüstenstädten und Marskolonie

    Gemeinsam mit Steve Jobs hat Steve Wozniak im Jahr 1976 Apple gegründet. Der iPhone-Hersteller ist heute das wertvollste Tech-Unternehmen der Welt. Immer wieder hat "Woz", so sein Spitzname, auch Prognosen zur Technikzukunft abgegeben. 1982 etwa sagte er korrekt voraus, dass wir eines Tages mit tragbaren Computern arbeiten werden.

    Im Vorfeld der Silicon Valley Comic Con hat er nun gegenüber USA Today seine Erwartungen für das Jahr 2075 preisgegeben.

    Apple, Google und Co. bleiben bestehen

    Um die heutigen Tech-Größen macht sich der Branchenveteran dabei wenig Sorgen. Dabei verweist er unter anderem auf die Geldreserven von Apple, die mittlerweile bei über 246 Milliarden Dollar liegen.

    "Die können in alles investieren. Es wäre lächerlich, davon auszugehen, dass es sie [im Jahr 2075] nicht mehr gibt. Das Gleiche gilt für Google und Facebook", meint Wozniak.

    KI-gesteuerte Kuppelstädte

    Er geht auch davon aus, dass die Menschheit trotz Klimawandels ihr Platzproblem in 58 Jahren gelöst haben wird. Denn dann wird man mit unter Kuppeln gebauten Städten die Wüstengebiete erschlossen haben. Während man zwischen den Dom-Siedlungen mit Shuttles verkehrt, wird man mit speziellen Anzügen auch das Umland erkunden können.

    Künstliche Intelligenz – schon heute ein zunehmend wichtiger werdendes Forschungsfeld – wird bis dahin allgegenwärtig sein und sich nicht mehr nur auf Handys oder smarte Lautsprecher beschränken. Menschen werden jede Wand für Kommunikation, Shopping oder Unterhaltung verwenden können. Medizinische Geräte erlauben derweil Selbstdiagnose und den Erhalt von Rezepten ohne ärztliche Untersuchung.

    Marskolonie für Schwerindustrie

    Anno 2075 wird die Menschheit laut Wozniaks Erwartungen auch schon über eine Marskolonie verfügen. Dabei könnte es in Zukunft eine planetarische Nutzungsaufteilung geben. Während die Erde vorwiegend als Lebensraum dient, wird der "rote Planet" für die Ansiedelung von Schwerindustrie genutzt.

    Es gebe zwar eine "Zufallschance", dass wir in einem halben Jahrhundert mit einer außerirdischen Spezies kommunizieren, so Wozniak weiter. Er mache sich diesbezüglich aber keine "großen Hoffnungen". Eine Garantie auf seine Prognosen gibt er freilich nicht, da sich die Zukunft sehr schnell ändere. "Wer hätte vor einem Jahrzehnt noch den Aufstieg von Uber erwartet?", erklärt er.

    30 Jahre "Star Trek: TNG"

    Wozniak gehört zum Organisationsteam der Silicon Valley Comic Con, die kommendes Wochenende in San Jose stattfindet. Sie widmet sich eben der Frage, wie es der Menschheit im Jahr 2075 ergehen wird. Dazu erwartet man anlässlich des heuer 30-jährigen Jubiläums von "Star Trek: The Next Generation" allerlei namhafte Gäste. Neben Darstellern der Crew sollen etwa "Captain Kirk" William Shatner und der ehemalige Astronaut Buzz Aldrin ein Stelldichein geben. (red, 18.04.2017)

    • "The Woz" sieht die Zukunft der Menschheit in Kuppelstädten in der Wüste.
      foto: apa/afp/joseph eid

      "The Woz" sieht die Zukunft der Menschheit in Kuppelstädten in der Wüste.

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