Steve Ballmer gründet Start-up für "gläsernen" Staat

18. April 2017, 10:11
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Ehemaliger Microsoft-Chef will Big Data zu Regierungshandeln sammeln und visualisieren

Der einstige Microsoft-CEO Steve Ballmer hat in den vergangenen Jahren heimlich an einem Start-up für mehr Regierungstransparenz gearbeitet. Das neue Projekt namens USAFact soll Bürgern einen Überblick bieten, wie ihr Steuergeld ausgegeben wird. Inspiration dafür soll ein Gespräch mit seiner Frau gewesen sein. Sie hatte Ballmer nach dessen Rückzug bei Microsoft eingeladen, ihr bei karitativen Projekten zu helfen. Ballmer erwiderte darauf, dass er genug Steuern zahle, damit sich die Regierung um Arme und Kranke kümmere. Das bestritt wiederum seine Frau, woraufhin sich Ballmer näher informieren wollte.

USAFacts

Das gestaltete sich als äußerst schwierige Aufgabe. Daher entschloss sich Ballmer, seine Zeit (und Geld) einem Projekt zu widmen, das Regierungshandeln transparenter macht. Gemeinsam mit Ökonomen und anderen Akademikern gründete er USAFacts. Diesen Dienstag soll die Seite nun online gehen. "Wenn ich mir ansehen wollte, was bei einer Firma wie Apple oder Amazon wirklich passiert, las ich mir ihren 10-K-Börsenbericht durch", sagt Ballmer zur New York Times. Für Regierungshandeln gäbe es eine derartige Dokumentation der Einnahmen und Ausgaben aber nicht, so Ballmer.

Objektive Daten

Mit dem Projekt soll auch gegen Fake News und Propaganda vorgegangen werden. Ballmer will es Bürgern erlauben, sich selbst eine "intelligente Meinung" zu bilden – anhand der vorhandenen Daten. Diese sollen wiederum ausschließlich aus Regierungsstellen stammen. (red, 18.4.2017)

  • Neben seiner Tätigkeit als LA Clippers-Präsident widmete sich Ballmer heimlich einem Start-up für mehr Regierungstransparenz
    foto: usa today/reuters

    Neben seiner Tätigkeit als LA Clippers-Präsident widmete sich Ballmer heimlich einem Start-up für mehr Regierungstransparenz

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