Konkurrenz für heimischen Spargel kommt aus Peru

16. April 2017, 16:34
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Die Spargel-Haupternte sollte in Österreich bald starten. Ganzjährige Konkurrenz bekommt der Marchfelder und Eferdinger Spargel aus Peru

Wien – Die Spargel-Haupternte im Großanbaugebiet Marchfeld (NÖ) steht am Programm. Der mit Hilfe von Folientunnel und Antitaufolien geschützte Spargel wird bereits seit Anfang April gestochen, so Marchfeldspargel-Obmann Gerhard Sulzmann.

Durch das sonnige Frühjahr habe der Spargel den Rückstand durch den strengen Winter aufgeholt, erklärte der Obmann des Vereins Genuss Region Marchfeldspargel. Geerntet wird Spargel in Österreich bis maximal 24. Juni. Im Marchfeld beläuft sich die Spargel-Anbaufläche auf rund 470 Hektar, österreichweit beträgt die Fläche 850 Hektar. Die Marchfeldspargel-Ernte liegt normalerweise bei rund 3.000 bis 4.000 Kilogramm pro Hektar. Die arbeitsintensive Spargelernte wird hauptsächlich von Erntehelfern aus osteuropäischen EU-Staaten gemacht.

Im Vorjahr wurden von 1.480 Tonnen Marchfeldspargel rund ein Viertel ab Hof vermarktet, ein Viertel ging direkt an die Gastronomie und die Hälfte an den Handel. Drei Spargel-Trends ortet der Marchfeldspargel-Obmann, nämlich zu Grünspargel, Biospargel und bereits geschälten Spargel für die Gastronomie und den Handel. Knapp 20 Prozent des Spargels im Marchfeld ist bereits Grünspargel.

Ganzjährige Konkurrenz bekommt der Marchfelder und Eferdinger Spargel aus Peru. Bevor Spargel aus Österreich verfügbar ist, verkaufen die österreichischen Einzelhändler gerne Spargel aus Südamerika, Griechenland und Spanien. (APA, 16.4.2017)

  • Spargelstraßen im Marchfeld, dem Zentrum des niederösterreichischen Spargelanbaus.
    foto: apa/fohringer

    Spargelstraßen im Marchfeld, dem Zentrum des niederösterreichischen Spargelanbaus.

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