Hacker können aus der Ferne smarte Backöfen aufdrehen

16. April 2017, 16:19
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Die Sicherheitsfirma Pen Test Partners fand Lücken in smarten Aga-Systemen

Wer Lust hat, seinen Backofen von unterwegs aus vorzuheizen und dafür rund 12.000 Euro ausgeben möchte, ist mit dem smarten Aga-System vermutlich gut bedient. Der Ofen kann über eine App kontrolliert werden. Jetzt meldet Ken Munro, Sicherheitsforscher bei Pen Test Partners, allerdings massive Sicherheitsbedenken an. Er fand heraus, dass Ofen und App via SMS miteinander kommunizieren. Verschlüsselung gibt es keine, die Befehle sind so simple wie "All Ovens On".

Nutzer nerven

Theoretisch könnten Hacker nun die Telefonnummern herausfinden, die den einzelnen Aga-Systemen zugeordnet sind, und diesen Befehle übermitteln. "Es dauert Stunden, den Aga aufzuheizen. Wenn man ihn abdreht, könnte man Nutzer ziemlich nerven", sagt Munro zum Telegraph. Außerdem könnten rein theoretisch Stromausfälle verursacht werden, indem zahlreiche Agas gleichzeitig bedient werden.

Untersuchung angekündigt

Die Firma soll den Sicherheitsforscher auf Twitter blockiert und nicht auf dessen Bedenken eingegangen sein. Jetzt kündigte man gegenüber dem Telegraph eine umfassende Untersuchung an. (red, 16.4.2017)

  • Potenzielle Käufer diskutieren über Aga-Öfen beim Aga-Festival 2015
    foto: reuters/macgregor

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