Explodierende Akkus: US-Navy verbietet Matrosen E-Zigaretten

16. April 2017, 11:23
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Nicht nur Smartphones mit Lithium-Ionen-Akkus fangen Feuer – auch E-Zigaretten sind betroffen

Die US-Navy hat sogenannte E-Zigaretten auf seinen Schiffen, U-Booten und Luftfahrzeugen verboten. Grund dafür sind Berichte über Explosionen dieser "Electronic Nicotine Delivery Systems", deren Lithium-Ionen-Akku Feuer fangen soll. "Eine Reihe von Matrosen haben schwere Verletzungen durch diese Geräte erlitten, etwa Verbrennungen ersten und zweiten Grades oder Verletzungen im Gesicht", schreibt die Navy in einer Aussendung.

In Plastik verpacken

Vorgesetzte sollen den Matrosen die E-Zigaretten abnehmen und diese in Plastik verpacken. In Landstützpunkten ist der Gebrauch der elektrischen Zigaretten weiterhin erlaubt. Schon zuvor hatten US-Behörden etwa die Mitführung der E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck bei Flügen verboten. Allein die US-Navy kennt 15 Vorfälle, in denen derartige Geräte explodiert sind. Dabei soll einmal sogar eine ungeplante Landung eines Luftfahrzeuges notwendig gewesen sein.

Regelmäßige Rückrufe

Lithium-Ionen-Akkus standen vergangenen Sommer wegen der Rückrufung von Samsungs Top-Smartphone Galaxy Note 7 im Fokus der Öffentlichkeit. "Ein Akku ist eigentlich eine Bombe, die ihre Energie auf kontrollierte Art und Weise entlädt", erklärte damals der Wissenschafter Qichao Hu. Berichte über brennende Smartphones sind keine Seltenheit. Neben Smartphones und E-Zigaretten sind etwa Schneeräumer, Taschenlampen oder elektrisch verstellbare Fernsehsessel betroffen.

Derartige Batterien werden immer kleiner und leistungsfähiger, was nach Ansicht von Experten aber zulasten ihrer Sicherheit ginge. Bis neue Technologien zum Einsatz kommen, könnte es aber noch dauern. (red, 16.4.2017)

  • E-Zigaretten können explodieren, weshalb die US Navy sie nun verbietet
    foto: apa/fohringer

    E-Zigaretten können explodieren, weshalb die US Navy sie nun verbietet

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