Karfreitagsfeiern: Britin stirbt nach Messerattacke in Jerusalem

14. April 2017, 15:42
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Täter wurde festgenommen – 57-jähriger Palästinenser könnte psychisch krank sein

Jerusalem – Während der religiösen Feierlichkeiten anlässlich des Karfreitags in Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter eine Britin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Frau starb kurz darauf, wie die israelische Polizei mitteilte. Der Attentäter habe sie in der Nähe der Altstadt in der Straßenbahn angegriffen. Der Mann sei festgenommen worden.

Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien. Der 57-jährige Täter aus Ostjerusalem könnte laut Polizei nach ersten Erkenntnissen psychisch krank sein. Aktuell halten sich tausende Pilger zu den Karfreitagsprozessionen in der Altstadt auf.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte die Messerattacke: "Der Terror wird niemals unsere Leben hier zerstören", sagte er in Jerusalem. Tausende würden derzeit in die Altstadt strömen, um Ostern und das jüdische Pessach-Fest zu begehen. Polizisten würden sich auch weiterhin um die Sicherheit der Anrainer und Besucher kümmern.

Tausende Pilger in der Stadt

Aktuell halten sich tausende Pilger zu den Karfreitagsprozessionen in der Altstadt auf. Christen gedenken dabei des Todes von Jesus Christus am Kreuz.

Seit Oktober 2015 sind bei einer Welle von Anschlägen mehr als 40 Israelis getötet worden. Mehr als 280 Palästinenser wurden in dem Zeitraum getötet, die meisten davon bei ihren eigenen Anschlägen. (APA, 14.4.2017)

  • Tatort Straßenbahn.
    foto: reuters/ammar awad

    Tatort Straßenbahn.

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