Real mit breiter Brust in entscheidende Phase

14. April 2017, 13:06
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Madrilenen gastieren vor Bayern-Rückspiel und "El Clasico" in Gijon – Medienberichte über Spannungen in Barcelona-Kabine

Madrid – Real Madrid geht mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ins Finish der spanischen Fußball-Meisterschaft. Der Rekordmeister hat nach dem 2:1-Sieg im Champions-League-Schlager bei Bayern München alle Trümpfe in der Hand. Drei Punkte beträgt – bei einem Spiel weniger – der Vorsprung auf den Erzrivalen FC Barcelona.

Am Samstag gastieren die Madrilenen beim Abstiegskandidaten Sporting Gijon, danach steht die "Woche der Wahrheit" auf dem Programm. Auf das Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag gegen die Bayern folgt am Sonntag ebenfalls zu Hause "El Clasico" gegen Barcelona. Superstar Cristiano Ronaldo scheint rechtzeitig dafür in Form gekommen zu sein. In München traf der Portugiese im Doppelpack – und beendete damit eine einmonatige Torflaute.

In der Liga hält Ronaldo bei 19 Saisontreffern, so wenig wie seit 2010 nicht mehr. Dafür fühlt er sich fitter als in den vergangenen Jahren, als ihn gegen Saisonende immer wieder kleinere Verletzungen plagten. "Ich habe mein Training radikal umgestellt, um für diese Phase der Saison im bestmöglichen Zustand zu sein", sagte Ronaldo. "Ich habe mit dem Fitnesscoach hart gearbeitet, um für die letzten zwei Monate bereit zu sein."

Real ohne Bale

Ronaldo will Real zum ersten Meistertitel seit 2012 führen. Gijon soll dabei nur ein Zwischenstopp sein. Gareth Bale fehlt den "Königlichen" in Asturien wegen muskulärer Probleme, der für ihn eingewechselte Marco Asensio überzeugte aber schon in München.

Barca ohne Neymar

Weit schwerer wiegt der Ausfall von Neymar für Verfolger Barcelona. Der Brasilianer fehlt wegen seiner Drei-Spiele-Sperre für hämischen Applaus gegen das Schiedsrichterteam nicht nur am Samstagabend (20.45 Uhr) zu Hause gegen Real Sociedad, sondern danach auch im direkten Duell mit Real. Paco Alcacer dürfte an seiner Stelle stürmen.

Im Gegensatz zum Erzrivalen steht Barca auch in der Champions League vor dem Aus. Katalanische Medien berichteten nach dem 0:3 im Hinspiel bei Juventus Turin bereits von Spannungen zwischen Luis Enrique und der Mannschaft. Der scheidende Trainer hatte nach der Pleite in Turin gesagt, dass es schwierig sei, im Rückspiel einen ähnlichen Turnaround zu schaffen wie gegen Paris St. Germain. Im CL-Achtelfinale hatte sein Team ein 0:4 noch mit einem 6:1-Kantersieg gedreht. (APA/Reuters, 14.4.2017)

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